03 March 2026, 03:48

Mainz baut Spielplätze ab – Eltern protestieren gegen fehlende Alternativen für Kinder

Ein Spielplatz mit einer gelben Rutsche, Metallzaun, Bank, Mülleimer, Pfosten, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Mainz baut Spielplätze ab – Eltern protestieren gegen fehlende Alternativen für Kinder

Spielplätze in Mainz: Rückbau wegen Pilzbefall – Eltern und Kommunalpolitiker protestieren gegen fehlende Ersatzlösungen

In Mainz sind Spielplätze von Kürzungen betroffen, nachdem große Spielgeräte an drei Standorten abgebaut wurden. Die Stadtverwaltung gibt Pilzbefall als Sicherheitsrisiko an, doch aufgrund knapper Haushaltsmittel sind keine Neuanchaffungen geplant. Eltern und lokale Vertreter wehren sich nun gegen die Entscheidung.

Erst kürzlich ließ die Stadt die Anlagen an drei Spielplätzen demontieren, nachdem sich an den hölzernen Konstruktionen Schimmelpilz gebildet hatte. Zwar betonen die Verantwortlichen, der Abbau sei aus Sicherheitsgründen unvermeidbar gewesen, doch mangels finanzieller Spielräume wird es keinen Euro für Neuanschaffungen geben. Vorwürfe, Spielplätze würden systematisch ohne Alternativen geschlossen, wies die Stadtspitze zurück.

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Besonders betroffen ist Neustadt, der Bezirk mit der höchsten Kinderzahl. Hier sorgt das fehlende Spielangebot für wachsende Verärgerung. Christoph Hand, der Ortsbeiratsvorsitzende, fordert dringend Maßnahmen zur Wiederherstellung der Geräte. Unterdessen hat eine Online-Petition zum Erhalt des Spielplatzes am Zagrebplatz in Hechtsheim bereits über 1.800 Unterschriften gesammelt.

Auch Schulen sind von den Kürzungen betroffen: An zwei Grundschulen sollen Spielgeräte wegen fehlender Mittel abgebaut werden. Eltern und Schulleitungen zeigen sich besorgt über die eingeschränkten Spielmöglichkeiten für Kinder. Für ein "kindgerechtes Mainz" hat die Stadt zwar 164.000 Euro im Haushalt 2025 eingeplant – 2026 soll der Etat auf 300.000 Euro steigen –, doch kurzfristige Lösungen sind nicht in Sicht.

Da die Haushaltslage keine Neubeschaffungen zulässt, bleiben Familien und Schulen vorerst auf sich gestellt. Trotz wachsendem Druck aus der Bevölkerung sind Ersatzinvestitionen unwahrscheinlich. Die Situation zeigt die anhaltenden Herausforderungen, Sicherheit und Finanzierung öffentlicher Räume in Einklang zu bringen.