28 April 2026, 10:47

Mainz muss Investitionen drastisch kürzen – Aufsichtsbehörde stoppt Millionenpläne

Offenes Buch mit dem Titel "Die Geschichte Deutschlands" zeigt eine Schwarz-Weiß-Illustration einer Stadtlandschaft mit Gebäuden, Menschen und Text.

Mainz muss Investitionen drastisch kürzen – Aufsichtsbehörde stoppt Millionenpläne

Mainz gerät wegen Finanzplanung in die Kritik – Aufsichtsbehörde kürzt Investitionsetat um Millionen

Mainz steht nach massiven Kürzungen des Investitionshaushalts durch die Aufsichtsbehörde ADD in der scharfen Kritik. Die Stadt hatte Ausgaben in Höhe von 306 Millionen Euro geplant, doch die Regulierungsbehörde bezeichnete die Zahlen als "inakzeptabel überzogen". Trotz der Streichungen billigten die Verantwortlichen den Haushalt schließlich, um weitere Komplikationen vor den Landtagswahlen zu vermeiden.

Die ADD griff ein, nachdem sie die Finanzpläne Mainzer als unrealistisch eingestuft hatte. Die Neuverschuldung wurde reduziert, und die Prognosen der Stadt für die kommenden Jahre wurden als "vollständig ungenehmigungsfähig" bewertet. Die Behörde warnte, dass die geplante Verschuldung – fast 1,1 Milliarden Euro bis 2029 – Mainz auf das Niveau vor der Pandemie zurückwerfen würde.

Zudem stellte die ADD infrage, ob Mainz die geplanten Projekte überhaupt umsetzen könne. Angesichts begrenzter Personalkapazitäten und enger Zeitpläne bezeichnete die Behörde den Investitionsfahrplan für 2026 als "völlig unrealistisch". Kritisch sah sie auch die Abhängigkeit der Stadt von neuer Schuldenaufnahme, die sie als "kaum zu rechtfertigen" einstuft.

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Trotz der Einschränkungen präsentierte die Mainzer Führung die Haushaltsgenehmigung als Schritt in Richtung finanzieller Konsolidierung. Unterdessen drängt die dortige "Kenia-Koalition" auf umfassendere Reformen von Bund und Ländern. Das Bündnis "Für die Würde unserer Städte", dem auch Mainz angehört, fordert bundesweit 32 Milliarden Euro Entlastung für finanziell kämpfende Kommunen.

Die Entscheidung der ADD zwingt Mainz zu deutlichen Einschnitten: Statt der ursprünglich geplanten 306 Millionen Euro muss die Stadt nun mit einem Investitionsetat von nur 75 Millionen Euro auskommen. Zudem pocht die Aufsichtsbehörde auf strengere Finanzkontrollen in den kommenden Jahren.

Quelle