Massiver Protest gegen Kürzungen beim Hautkrebs-Screening in Berlin
George BenthinMassiver Protest gegen Kürzungen beim Hautkrebs-Screening in Berlin
Protest gegen geplante Kürzungen beim Hautkrebs-Screening: Demonstration am Mittwoch in Berlin
Am kommenden Mittwoch findet in Berlin eine Protestkundgebung gegen die geplanten Kürzungen bei der Hautkrebsvorsorge statt. Organisiert von der Kampagnengruppe Campact, versammeln sich die Demonstranten ab 8:30 Uhr in der Nähe des Bundeskanzleramts unter dem Motto "Keine Kürzungen beim Hautkrebs-Screening!". Ihre Botschaft ist eindeutig: Die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen für alle Menschen ab 35 Jahren sollen alle zwei Jahre erhalten bleiben.
Der Protest fällt zusammen mit dem Tag, an dem Gesundheitsministerin Nina Warken ihr Reformpaket dem Kabinett vorlegen will. Aktivisten wie die Campact-Kampagnenleiterin Annika Liebert warnen, dass der Wegfall regelmäßiger Screenings Tausende einem höheren Risiko aussetzen würde. Die Zahl der Hautkrebsfälle hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt – frühzeitige Erkennung ist daher wichtiger denn je.
Um ihre Forderung zu unterstreichen, werden die Protestierenden sich symbolisch entkleiden und Schilder mit nackten Körpern und Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank" hochhalten. Die Gruppe fordert zudem, dass die Pharmaindustrie stärker zur Senkung der Gesundheitskosten beitragen soll. Eine Petition gegen die Kürzungen hat bereits 500.000 Unterschriften gesammelt.
Die Demonstration rückt die Sorge in den Fokus, dass der Wegfall der kostenlosen Vorsorge besonders die Schwächsten unzumutbar belasten würde. Angesichts steigender Krebsraten bestehen die Aktivisten darauf, dass die regelmäßigen Check-ups für alle Erwachsenen ab 35 Jahren erhalten bleiben müssen.
Ziel des Protests ist es, die geplanten Änderungen zu stoppen, die das Ende der kostenlosen Hautkrebsvorsorge bedeuten könnten. Sollten die Reformen umgesetzt werden, verlieren viele den Zugang zu frühzeitiger Diagnostik. Wie es mit der Kampagne weitergeht, hängt von der Reaktion der Regierung auf die Mittwochsdemonstration ab.






