17 February 2026, 19:00

Mecklenburg-Vorpommern: Hohe Löhne und Fachkräftemangel belasten die Wirtschaft schwer

Ein Plakat mit einem Zug auf Schienen mit einigen Menschen in der Nähe, der Text lautet "The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation."

DGB fordert Ausbildungs-Offensive vor Landtagswahl - Mecklenburg-Vorpommern: Hohe Löhne und Fachkräftemangel belasten die Wirtschaft schwer

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern sehen steigende Lohnkosten als größtes Wirtschaftsproblem

Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern haben die wachsenden Arbeitskosten als ihre drängendste wirtschaftliche Sorge benannt. Eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammern des Landes zeigt, dass fast 900 Unternehmen die Löhne als größtes Risiko einstuften. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat darauf mit einem detaillierten Forderungskatalog an die Politik in der Region reagiert.

Laut der Erhebung folgen die Energie- und Rohstoffpreise auf Platz zwei der größten Herausforderungen für die heimische Wirtschaft. An dritter Stelle stehen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, gefolgt von einer schwachen Binnennachfrage auf Rang vier. Der Fachkräftemangel belegt Platz fünf – ein Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten, wichtige Positionen zu besetzen.

Als Reaktion präsentierte der DGB einen Zehn-Punkte-Plan zur Bewältigung dieser Probleme. Zu den zentralen Forderungen zählen der Ausbau der beruflichen Ausbildung, eine strengere Durchsetzung von Tarifverträgen sowie Maßnahmen, um Kitas offen zu halten. Laura Pooth, Landesvorsitzende des DGB, betonte die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und langfristige Ausbildungsmöglichkeiten zu sichern.

Die Gewerkschaft schlug zudem einen "solidarischen Ausbildungsbeitrag" vor, um die Zahl der Auszubildenden zu erhöhen. Der stellvertretende Vorsitzende Daniel Taprogge kritisierte den wachsenden Trend, dass Betriebe Auszubildende nach ihrer Lehre nicht übernehmen. Ohne Gegensteuerung werde sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen, warnte er.

Nun liegt der Ball bei den regionalen Politikern, die über die DGB-Vorschläge entscheiden müssen. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie Ausbildungsprogramme und Arbeitsmarktbedingungen nachhaltig verändern. Bis dahin bleiben die Unternehmen mit steigenden Kosten und einem schrumpfenden Pool an qualifizierten Arbeitskräften konfrontiert.

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