Merz schließt Steuererhöhungen aus – Entlastungen ab 2026 geplant
Bundeskanzler Friedrich Merz hat klargestellt, dass Steuererhöhungen nicht zur Debatte stehen. In einer jüngeren Stellungnahme betonte er, dass mögliche Änderungen der Steuerpolitik auf Entlastungen und nicht auf zusätzliche Belastungen abzielen müssten. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung in den kommenden Monaten zentrale Weichenstellungen finalisieren will.
Merz räumte ein, dass in der zweiten Hälfte einer Legislaturperiode meist nur wenig Bewegung in die Sache kommt. Er setzte einen engen Zeitrahmen und erklärte, dass die wichtigsten Koalitionsentscheidungen zwischen Ostern und der Sommerpause fallen müssten. Dieser Vorstoß knüpft an frühere Vereinbarungen im Koalitionsvertrag an, in dem Steuerreformen zugesagt wurden – allerdings nur unter der Bedingung, dass sie die finanzielle Belastung der Bürger verringern.
Der Kanzler wartet nun auf Vorschläge des Finanzministers zu Steuerentlastungen bei der Einkommensteuer. Zwar sind die Details noch unklar, doch die Regierung hat bereits einige Maßnahmen für das Jahr 2026 skizziert. Dazu gehört die dauerhafte Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer – und das ab dem ersten Kilometer – sowie eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Restaurantmahlzeiten auf 7 Prozent. Zudem sind höhere Grundfreibeträge, erhöhte Kindergeldzahlungen und Entlastungen bei den Energiekosten in Höhe von über 10 Milliarden Euro jährlich geplant. Darin enthalten sind eine 6,5-Milliarden-Subvention zur Senkung der Netzentgelte für Strom sowie die Abschaffung der Gaslagerumlage.
Merz deutete an, dass noch Anpassungen über die Sozialabgaben möglich seien, insbesondere für Gutverdiener. Gleichzeitig betonte er, dass mögliche Änderungen keine neuen Belastungen für die Steuerzahler mit sich bringen dürften.
Die aktuellen Steuerpläne der Regierung zielen darauf ab, Haushalte und Unternehmen ab 2026 zu entlasten. Da Steuererhöhungen ausgeschlossen sind, rückt nun der bevorstehende Vorschlag des Finanzministers in den Fokus. Die nächsten Monate werden zeigen, wie diese Maßnahmen konkret ausgestaltet werden – und zwar noch vor der Sommerpause.






