17 March 2026, 00:55

Merz und Rubio diskutieren über die Zukunft der NATO und transatlantische Sicherheit

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht vor der Reichskanzlei in Berlin mit Reportern, umgeben von einer Gruppe von Menschen, einige halten Mikrofone, mit Gebäuden im Hintergrund.

Merz und Rubio diskutieren über die Zukunft der NATO und transatlantische Sicherheit

Bundeskanzler Friedrich Merz traf US-Außenminister Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Bei einem etwa 30-minütigen vertraulichen Gespräch ging es vor allem um die Beziehungen innerhalb des NATO-Bündnisses. Beide Seiten betonten die Bedeutung von Vertrauen und Zusammenarbeit für die transatlantische Verteidigung.

Merz eröffnete die Gespräche mit dem Hinweis auf den hohen Stellenwert der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft. Selbst für die USA bleibe Vertrauen eine unverzichtbare Grundlage für die Stärke der NATO, so der Kanzler.

Das Treffen fand vor dem Hintergrund einer sich wandelnden US-Haltung zur NATO statt. In den vergangenen zwölf Monaten hat die amerikanische Politik zunehmend die Lastenteilung in den Vordergrund gerückt. Die im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichte Nationale Verteidigungsstrategie 2026 skizziert eine reduzierte Rolle der USA bei der konventionellen Verteidigung Europas. Stattdessen werden die innere Sicherheit und die Abschreckung Chinas priorisiert.

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Dieser Kurs folgt auf die Nationale Sicherheitsstrategie 2025, die im Dezember 2025 veröffentlicht wurde und ein Ende des Ukraine-Konflikts sowie eine Stabilisierung der Beziehungen zu Russland anstrebt. Zwar hat sich Rubio jüngst nicht öffentlich zu der NATO geäußert, doch die politischen Weichenstellungen deuten auf eine grundsätzliche Neuausrichtung der US-Verpflichtungen hin.

Die Gespräche zwischen Merz und Rubio fallen in eine Phase, in der die NATO vor veränderten strategischen Prioritäten steht. Die USA erwarten von ihren europäischen Partnern, mehr Verantwortung für die regionale Sicherheit zu übernehmen. Deutschland hingegen setzt weiterhin auf enge transatlantische Bindungen, die auf gegenseitigem Vertrauen basieren.

AKTUALISIERUNG

Rubios Rede in München löst Debatte aus unter veränderten NATO-Strukturen

Die Schlüsselrede des US-Außenministers Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom 14.-16. Februar 2026 wurde trotz scharfer Kritik an den europäischen Energie- und Migrationspolitik Standing Ovations gezollt. 'Wir wollen starke, selbstbewusste Partner, keine, die in den Niedergang gleiten,' erklärte er und forderte ein neues Jahrhundert westlicher Innovation. Bundeskanzler Merz äußerte später ähnliche Bedenken bezüglich des westlichen Niedergangs und schloss sich Rubios Aufruf nach gemeinsamem Stärkeempfinden an.