Merz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
George BenthinMerz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich für einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarländern ausgesprochen. Er bezeichnete die geplanten Modernisierungen als eine "zentrale strategische Priorität" für das Land. Der Vorstoß folgt auf Gespräche mit Polen und Tschechien über die Verbesserung der Verkehrsanbindungen.
Das Thema gewann an Fahrt, nachdem Merz mit Vertretern beider Regierungen zusammengetroffen war. Alle Seiten betonten die Notwendigkeit einer besseren grenzüberschreitenden Schieneninfrastruktur. Merz erklärte später gegenüber Journalisten, Deutschland habe ein "starkes strategisches Interesse" daran, diese Strecken auszubauen.
Auch Bundeskanzler Olaf Scholz traf sich mit Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer, um über das regionale Wirtschaftswachstum zu beraten. Zwar stand die allgemeine Entwicklung im Mittelpunkt, doch die Schienenanbindungen nach Osteuropa waren ebenfalls Teil der Tagesordnung. Die Angelegenheit soll nun in den kommenden Kabinettssitzungen vertieft werden.
Bisherige Pläne zur Modernisierung des Schienennetzes, darunter eine 23-Milliarden-Euro-Investition der Deutschen Bahn im Jahr 2026, konzentrierten sich vor allem auf innerdeutsche Strecken wie die Achse Hamburg–Berlin. Seit 2020 gab es jedoch keine konkreten Ankündigungen zu neuen Projekten, die Deutschland direkt mit Polen oder Tschechien verbinden würden.
Die Bundesregierung prüft nun Optionen für verbesserte Schienenverbindungen nach Osteuropa. Weitere Entscheidungen hängen von den Kabinettsberatungen in den kommenden Monaten ab. Sowohl Polen als auch Tschechien bleiben in den Prozess eingebunden.






