01 January 2026, 20:32

Milchpreise stürzen ab: Bauern kämpfen mit 30-Prozent-Einbruch seit 2025

Ein Supermarkt-Innenraum mit verschiedenen Lebensmitteln auf Regalen.

Milchpreise stürzen ab: Bauern kämpfen mit 30-Prozent-Einbruch seit 2025

Milchbauern kämpfen mit drastischen Preiseinbrüchen bei Milch, während die Marktwerte abstürzen. Die Spotmarktpreise für Rohmilch sind auf unter 20 Cent pro Kilogramm gefallen – ein steiler Rückgang seit Ende 2025. Gleichzeitig sind auch die Verbraucherpreise für Butter stark gesunken und spiegeln damit die breiten Verschiebungen in der Milchwirtschaft wider.

Noch im Januar 2025 erhielten Landwirte 56 Cent pro Kilogramm Milch. Doch bis Januar 2026 ist der Richtpreis des Molkereikonzerne FrieslandCampina auf 39,50 Cent gesunken – der niedrigste Stand seit 2021. Der Rückgang folgt auf schwächere Erlöse bei Butter und Magermilchpulver, zwei zentralen Produkten des Milchmarktes.

Der durchschnittliche Erzeugerpreis liegt derzeit bei 35,7 Cent pro Kilogramm, basierend auf den aktuellen Butter- und Pulverwerten. Das entspricht einem Rückgang um 16,25 Cent oder fast 30 Prozent seit September 2025. Im Supermarkt ist der Effekt deutlich spürbar: Eine 250-Gramm-Packung Butter einer deutschen Marke kostet nun 0,99 Euro – im Vergleich zu 2,39 Euro vor einem Jahr. Trotz des Preisverfalls sind die Milchanlieferungen Anfang Dezember im Vergleich zu 2024 um fast 7,5 Prozent gestiegen. Auch die Mengen an Biomilch haben zugenommen, doch die Preise für Öko-Erzeuger bleiben stabil. FrieslandCampina hat den Preis für Biomilch im Januar 2026 auf 68 Cent pro Kilogramm festgesetzt – inklusive eines Aufschlags von über 70 Prozent gegenüber konventioneller Milch.

Die drastischen Preissenkungen unterstreichen den anhaltenden Druck in der Milchbranche. Während Landwirte mit geringeren Erträgen zu kämpfen haben, profitieren Verbraucher von günstigerer Butter und Milchprodukten. Die Preisscheere zwischen Bio- und konventioneller Ware bleibt groß, doch die Produktionsmengen steigen weiter an.