Monique Tannhäuser wird neue Gleichstellungsbeauftragte in Mecklenburg-Vorpommern
Birgitt OttoTannhäuser neuer Gleichstellungsbeauftragter - Monique Tannhäuser wird neue Gleichstellungsbeauftragte in Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern ernennt Monique Tannhäuser zur neuen Landesgleichstellungsbeauftragten
Die Entscheidung fällt nach dem Rücktritt von Wenke Brüdgam Ende 2023. Justizministerin Jacqueline Bernhardt lobte Tannhäusers langjähriges Engagement für Gleichberechtigung.
Wenke Brüdgam war im Dezember 2023 nach einer Kontroverse um ihr Verhalten bei einer Berliner Demonstration zurückgetreten. Am 15. Januar 2026 hatte sie deutsche Flaggen von leerstehenden Gebäuden entfernt und zerknüllt, was eine hitzige Debatte auslöste. Rechtspopulistische Gruppen und Medien, darunter die AfD und die Bild, verurteilten die Aktion als "Flaggenschändung" und forderten rechtliche Konsequenzen. Linke Aktivist:innen hingegen verteidigten sie als Form antinationalistischer Performance-Kunst.
Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein, stellte das Verfahren jedoch später ein – mit der Begründung, es handele sich um geschützte Meinungsäußerung. Dennoch hielt die Diskussion an. Als Reaktion brachten CDU und CSU im März 2026 einen Gesetzentwurf für strengeren Flaggenschutz in den Bundestag ein. Bis zum Sommer 2026 ebbte die mediale Aufmerksamkeit ab, und Brüdgam kehrte leise in ihre frühere Position in der Rostocker Stadtverwaltung zurück.
Tannhäuser bringt Erfahrung mit: Drei Jahre lang leitete sie als Geschäftsführerin den Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern. Das Kabinett bestätigte ihre Ernennung offiziell – ein Führungswechsel für die Gleichstellungsstelle.
Ihren Posten tritt sie zu einer Zeit an, in der Debatten über Meinungsfreiheit und nationale Symbole weiterhin sensibel geführt werden. Ihr Hintergrund in der Interessenvertretung deutet darauf hin, dass sie die Gleichstellungspolitik in der Region vorantreiben wird. Die Landesregierung hat ihr bereits Rückhalt signalisiert.






