Mozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungsexperiment in Wiesbaden
George BenthinMozarts Così fan tutte wird zum realen Beziehungsexperiment in Wiesbaden
Das Staatstheater Wiesbaden wagt ein kühnes Experiment mit Mozarts Così fan tutte
Für die kommende Spielzeit setzt das Staatstheater Wiesbaden Mozarts Così fan tutte auf ungewöhnliche Weise in Szene: Die klassische Oper wird zu einem Echtzeit-Beziehungsexperiment – mit 20 jungen Paaren auf der Bühne. Das Publikum schlüpft dabei in die Rolle von Studierenden, die das Geschehen als Beobachter mitverfolgen.
Regisseurin Marie-Ève Signeyrole hat die Oper als immersives Erlebnis neu interpretiert. Die Bühne ist als Kunsthochschule gestaltet, während die Zuschauer als Studierende Don Alfonsos Treueexperiment verfolgen. Ziel ist es, das Publikum zu verunsichern und es mit den zentralen Themen der Oper – Liebe und Loyalität – aktiv auseinanderzusetzen.
Derzeit sucht das Theater noch Teilnehmer: Paare zwischen 18 und 35 Jahren. Vorkenntnisse im Bereich Oper sind nicht erforderlich, doch Mut und ein guter Humor werden von den Veranstaltern ausdrücklich gewünscht. Die ausgewählten Paare rücken ins Zentrum des Geschehens und werden vom Publikum beobachtet, während sie sich den Herausforderungen der Handlung stellen.
Trotz des ambitionierten Konzepts bleiben die Tickets erschwinglich: Jeder Platz kostet nur 10 Euro, sodass das Experiment einem breiten Publikum zugänglich ist.
Die Aufführung wird Grenzen ausloten – sowohl für die Paare auf der Bühne als auch für die Zuschauer. Mit günstigen Eintrittspreisen und einem ungewöhnlichen Format will die Inszenierung Mozarts Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen auf den Punkt bringen. Das Theater erwartet, dass das Experiment noch lange nach dem letzten Vorhang für Gesprächsstoff sorgen wird.






