21 April 2026, 00:27

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Berlin mit einer pinken 'Happy Pride March'-Fahne, umgeben von Gebäuden, Laternenmasten und Verkehrszeichen unter einem bewölkten Himmel.

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende an – Proteste und Gegenproteste

Tausende versammelten sich am Samstag in München zum sechsten jährlichen Marsch für das Leben. Die Teilnehmer forderten strengere Schutzmaßnahmen für ungeborene Kinder und warben für das, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Die Veranstaltung zog sowohl Befürworter als auch Gegenprotestler an.

Die Organisatoren gaben an, rund 7.000 Menschen hätten an dem Marsch teilgenommen, während die Polizei die Zahl auf etwa 4.500 schätzte. Die Demonstration, die sich gegen Abtreibung richtete, erhielt Unterstützung von mehreren römisch-katholischen Bischöfen, die Grußbotschaften übermittelten.

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Für etwa 45 Minuten kam der Marsch zum Stehen, nachdem Gegenprotestler eine Straße blockiert hatten. Rund 1.500 Gegner hatten sich versammelt, um die Position der Veranstaltung herauszufordern. Trotz der Unterbrechung werteten die Organisatoren die Teilnehmerzahl als bedeutend und deuteten sie als direkte Reaktion auf die wachsenden Forderungen nach Abtreibungsrechten.

Silja Fichtner, Vorsitzende der Organisation Stimme der Ungeborenen, sprach die Menge an und betonte die Notwendigkeit, das Leben vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Der Marsch endete ohne weitere Zwischenfälle, auch wenn die Spannungen zwischen den beiden Lagern spürbar blieben.

Der nächste Marsch für das Leben ist bereits für den 19. September geplant, mit Veranstaltungen in Berlin und Köln. Die Münchner Demonstration unterstrich die anhaltende Spaltung in der Debatte um Abtreibungsrechte in Deutschland. Mit einem weiteren Marsch im September dürften Organisatoren und Gegenprotestler ihre gegensätzlichen Kampagnen fortsetzen. Dank des Polizeieinsatzes blieb die Veranstaltung weitgehend friedlich – trotz des vorübergehenden Stopp.

Quelle