28 March 2026, 16:18

NATO stärkt östliche Flanke mit Initiative Eastern Sentry gegen Drohnenbedrohungen

Organisationsstruktur der US-Luftwaffe mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, die Zweige und ihre Rollen über verbundene Kästchen und Pfeile darstellen.

NATO stärkt östliche Flanke mit Initiative Eastern Sentry gegen Drohnenbedrohungen

Admiral Giuseppe Cavo Dragone, Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, besuchte am 25. und 26. März den Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie integrierte Luftfähigkeiten Abschreckung und Verteidigung entlang der östlichen NATO-Flanke stärken. Zu den zentralen Themen gehörten die Initiative Eastern Sentry, die im September 2025 ins Leben gerufen wurde, um aufkommende Bedrohungen wie Einweg-Angriffsdrohnen abzuwehren.

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Die Initiative Eastern Sentry entstand als Reaktion auf russische Drohnenverstöße über polnischem Luftraum. Anfangs konzentrierte sie sich auf die Überwachung des Luftraums von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Bis März 2026 war das Programm auf Gebiete von Polen bis Rumänien und Finnland ausgeweitet worden, wobei spezielle Anpassungen für die Schwarzmeerregion auf Anfrage Rumäniens vorgenommen wurden.

Mittlerweile sind mehrere NATO-Mitglieder an der Initiative beteiligt, darunter Frankreich, Deutschland, Spanien, Rumänien, Italien und die Türkei. An den Ausbildungsmissionen nehmen Flugzeuge wie französische Mirage 2000D, deutsche und italienische Eurofighter, spanische F/A-18 Hornets, rumänische F-16, türkische Bayraktar-TB3-Drohnen sowie AWACS-Systeme teil. Diese Einsätze verbessern die operative Koordination und tragen zur Bewältigung sich wandelnder Bedrohungen bei.

Generalleutnant Jason T. Hinds, Kommandeur des Allied Air Command, betonte die Bedeutung der Nutzung nationaler Fähigkeiten, um sich aktuellen und künftigen Herausforderungen anzupassen. Während des Besuchs wurde zudem erörtert, wie Überwachungsplattformen, Kampfflugzeuge und bodengestützte Systeme zusammenwirken, um eine kontinuierliche Überwachung und den Schutz des Bündnisgebiets zu gewährleisten.

Admiral Cavo Dragone hob hervor, dass gegenseitiges Vertrauen, Zusammenhalt und Verlässlichkeit unter den Verbündeten weiterhin entscheidend für die kollektive Widerstandsfähigkeit seien. Laufende Operationen, Übungen und Ansätze wie Agile Combat Employment wurden als unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft diskutiert. Der Rahmen der integrierten Luft- und Raketenabwehr der NATO, der Luftpolizeieinsätze, ballistische Raketenabwehr und Wachsamkeitsmaßnahmen vereint, bildet die Grundlage dieser Bemühungen.

Der Besuch in Ramstein unterstrich das Bekenntnis der NATO, ihre östliche Flanke durch integrierte Luft- und Raketenabwehr zu stärken. Die Initiative Eastern Sentry wird weiter ausgebaut und bindet zunehmend mehr Mitgliedstaaten sowie fortschrittliche Systeme ein, um neuen Bedrohungen zu begegnen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, einen durchgehenden Schutz und die operative Einsatzbereitschaft im gesamten Bündnis zu gewährleisten.

Quelle