Neue Taskforce GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in NRW
George BenthinNeue Taskforce GeKo Rhein Wupper jagt organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in NRW
Neue Initiative gegen organisierte Kriminalität und Sozialbetrug in Nordrhein-Westfalen gestartet
In Nordrhein-Westfalen hat eine neue Initiative zur Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Sozialbetrug ihre Arbeit aufgenommen. Letzte Woche eröffnete in Wuppertal die Koordinierungsstelle GeKo Rhein Wupper, die mit Landesmitteln gefördert wird. Gleichzeitig deckten Ermittlungen im benachbarten Langenfeld Scheinwohnsitze und illegale Immobiliengeschäfte auf.
Am Projekt GeKo Rhein Wupper beteiligen sich zehn Städte: Bergisch Gladbach, Burscheid, Hückeswagen, Leichlingen, Odenthal, Radevormwald, Remscheid, Solingen, Velbert und Wermelskirchen. Weitere Kommunen wie Wuppertal und Mettmann könnten später hinzukommen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu stärken, die sich mit organisierter Kriminalität, Sozialbetrug und Verstößen im Wohnungswesen befassen.
Eine kürzlich von Oliver Konsierke geleitete Aktion brachte in Langenfeld betrügerische Wohnsitzkonstruktionen ans Licht. In Reusrath wurden zwölf Scheinadressen aufgedeckt, die mit EU-Bürgern aus Osteuropa in Verbindung stehen und nun gelöscht werden. In Richrath entdeckten Beamte Verstöße gegen die Meldepflicht, mutmaßliche falsche Vaterschaftsanerkennungen sowie illegale Baumaßnahmen.
Sieben Personen stehen weiterhin unter Verdacht, wegen nicht angemeldeter Arbeitstätigkeiten und nicht registrierter Gewerbebetriebe, die von Wohnadressen aus operieren. Die Ermittler registrierten zudem verdächtige Immobilienkäufe in Langenfeld, bei denen Käufer großzügige Häuser erwarben, die in keinem Verhältnis zu ihren deklarierten Einkünften stehen. Einige Adressen sollen genutzt worden sein, um Einwanderungsregeln zu umgehen, andere verstießen gegen Wohnungsgesetze, indem sie ohne Genehmigung umgenutzt wurden.
Die GeKo Rhein Wupper-Stelle wird sich nun auf den Austausch von Fachwissen und bewährten Verfahren zwischen den lokalen Behörden konzentrieren. Für die Beteiligten an den Langenfelder Machenschaften laufen bereits Abmeldungen und rechtliche Überprüfungen. Die Behörden wollen die Kontrolle über Wohnungsbetrug und nicht gemeldete wirtschaftliche Aktivitäten in der Region verschärfen.






