16 March 2026, 12:28

Neues Batteriewerk in Heide: Lyten plant Lithium-Schwefel-Revolution in Norddeutschland

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Lyten plant Batteriere启动 in Heide mit spezieller Technologie - Neues Batteriewerk in Heide: Lyten plant Lithium-Schwefel-Revolution in Norddeutschland

In der Nähe von Heide in Norddeutschland könnte bald ein neues Batteriewerk entstehen. Der US-amerikanische Konzern Lyten führt derzeit fortgeschrittene Verhandlungen über den Bau der Anlage, nachdem das Unternehmen die insolventen schwedischen Aktivitäten des Batterieherstellers Northvolt für rund 4,2 Milliarden Euro übernommen hat. Das Projekt stößt bereits auf politische Unterstützung sowie finanzielle Zusagen von Landes- und Bundesebene.

Die geplante Fabrik soll sich auf Lithium-Schwefel-Batterien konzentrieren – eine Technologie, die auf kritische Rohstoffe wie Kobalt und Nickel verzichtet. Bei einem erfolgreichen Verlauf könnten die Bauarbeiten bereits 2027 beginnen, sofern die laufenden Verhandlungen über die deutsche Northvolt-Tochtergesellschaft abgeschlossen werden.

Ursprünglich war das Batteriewerk in Heide eine Initiative von Northvolt, das dort 3.000 Arbeitsplätze schaffen und eine Wandelanleihe in Höhe von 600 Millionen Euro für das Projekt sichern wollte. Verzögerungen und die Insolvenz des Unternehmens führten jedoch zu einer reduzierten Förderung. Bis Ende 2024 wurden die zunächst zugesagten Subventionen von bis zu 100 Millionen Euro gekürzt, wobei im März 2025 immerhin 20 Millionen Euro bestätigt wurden. Durch zusätzliche Bundeszuschüsse und Infrastrukturfördergelder stieg das öffentliche Gesamtinvestment bis Anfang 2026 schließlich auf über 50 Millionen Euro.

Mit der Übernahme der schwedischen Northvolt-Standorte – darunter das Werk in Skellefteå und das Forschungszentrum in Västerås – hat Lyten das Heide-Projekt wiederbelebt. Das US-Unternehmen plant nun nicht nur eine Batteriefabrik, sondern auch ein Rechenzentrum und eine Energiespeicheranlage. Die Lithium-Schwefel-Technologie bietet eine hohe Energiedichte und eignet sich damit besonders für Nischenmärkte, auch wenn noch Herausforderungen bei der Raumeffizienz und Schnellladung bestehen.

Die politische Rückendeckung bleibt stark: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Wirtschaftsminister Tobias Burnus befürworten die Vereinbarung. Dennoch muss Lyten noch unter Beweis stellen, dass es in der Lage ist, Patente in funktionierende Technologie umzusetzen. Experten raten, eine lokale Führungsfigur in Heide zu etablieren, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen, sowie einen Beirat mit wichtigen Akteuren zu bilden, um den langfristigen Erfolg zu sichern.

Die Verhandlungen mit der Bundesregierung, der staatseigenen KfW-Bank und dem Land Schleswig-Holstein über die deutsche Northvolt-Tochter dauern derweil an. Ihr Ausgang wird entscheiden, ob Lyten 2027 mit dem Bau beginnen kann.

Das Werk in Heide steht für einen Wandel – weg von der Massenproduktion von Batterien hin zu spezialisierten Lithium-Schwefel-Lösungen. Bei einer Genehmigung würde es Lyten erste große europäische Investition darstellen, gestützt durch öffentliche Mittel und politischen Willen. Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, die Übernahme der deutschen Northvolt-Aktivitäten abzuschließen und die industrielle Machbarkeit der Technologie zu demonstrieren.

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