19 February 2026, 13:00

Nord-Ostsee-Kanal 2025: Weniger Schiffe, aber mehr Fracht pro Tour

Eine detaillierte Karte der Nord-Ostsee-Kanal-Route mit Intelligence-Overlay-Blatt 'n', die Straßen, Flüsse und geografische Merkmale zeigt, mit begleitendem Text zur Länge, Breite und Tiefe des Kanals.

Signifikant weniger Schiffe nutzen den Nord-Ostsee-Kanal - Nord-Ostsee-Kanal 2025: Weniger Schiffe, aber mehr Fracht pro Tour

Nord-Ostsee-Kanal verzeichnet 2025 deutlichen Rückgang im Schiffsverkehr

Im Jahr 2025 ging der Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal (Kiel-Kanal) spürbar zurück – die Zahlen sanken um fast 10,5 %. Nur noch 22.262 Schiffe passierten die Wasserstraße, gegenüber 24.866 im Vorjahr. Trotz dieses Rückgangs konnten größere Schiffe einen Teil der Auswirkungen auf das Frachtaufkommen ausgleichen.

2025 wurden über den Kanal etwa 69,5 Millionen Tonnen Güter transportiert – ein merklicher Rückgang gegenüber den 75,6 Millionen Tonnen im Jahr 2024. Der Frachtrückgang war maßgeblich auf die Sanktionen gegen Russland zurückzuführen, die den mit dem Land verbundenen Verkehr reduzierten. Allerdings stieg die durchschnittliche Schiffsgröße: Die Bruttoraumzahl erhöhte sich von 5.688 auf 5.750, sodass größere Schiffe pro Fahrt mehr Ladung befördern konnten.

Der Kanal bleibt für die Region von zentraler Bedeutung. So passierten 2025 auch 10.685 Freizeitboote die Wasserstraße. Gleichzeitig wurden erhebliche Investitionen in Instandhaltung und Ausbau getätigt. Insgesamt flossen 246 Millionen Euro in Modernisierungsmaßnahmen – die zweithöchste Summe seit Jahrzehnten. Die Bundesregierung steuerte zusätzlich 71 Millionen Euro für die Infrastrukturpflege bei.

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In Brunsbüttel entsteht derzeit eine fünfte Schleusenkammer, deren Fertigstellung für Ende 2026 geplant ist. Mit dieser Erweiterung sollen Kapazität und Effizienz für den künftigen Schiffsverkehr gesteigert werden.

Die Zahlen des Nord-Ostsee-Kanals für 2025 zeigen: Weniger Schiffe, aber größere Einheiten stabilisierten das Frachtaufkommen. Die Sanktionen gegen Russland spielten eine Schlüsselrolle beim Verkehrsrückgang, während laufende Investitionen und Bauprojekte auf langfristige Verbesserungen hindeuten. Die Wasserstraße bleibt eine unverzichtbare Handels- und Transportroute für die Region.