Nordkirche verabschiedet angespannten Zweijahreshaushalt bis 2027
Hildegund LachmannNordkirche erwartet jährlich rund 596 Millionen Euro - Nordkirche verabschiedet angespannten Zweijahreshaushalt bis 2027
Die Nordkirche (Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland) hat einen Zweijahreshaushalt für 2026 und 2027 verabschiedet. Der Plan sieht jährliche Einnahmen von rund 596 Millionen Euro vor, doch finanzielle Belastungen erfordern weiterhin Einsparungen.
Laut dem neuen Haushalt erhalten die Kirchenkreise jährlich etwa 340 Millionen Euro, während die Landeskirche selbst rund 78 Millionen Euro pro Jahr einnimmt. Trotz dieser Zuweisungen bleibt die Finanzlage angespannt, und die Führung steht vor anhaltenden Herausforderungen bei der Haushaltskonsolidierung.
Die Kirchenleitung wurde beauftragt, noch vor der nächsten Synode ein mittelfristiges Finanzkonzept zu erarbeiten. Dieses muss Strategien für den Umgang mit kircheneigenen Immobilien, die Anpassung der Personalstärke sowie strukturelle Reformen umfassen.
Obwohl der Zweijahreshaushalt kurzfristige Planungssicherheit bietet, wurden in den jüngsten Berichten weder detaillierte Finanzdaten der vergangenen fünf Jahre noch Prognosen über 2027 hinaus veröffentlicht.
Der beschlossene Haushalt sichert zwar die Finanzierung für die nächsten beiden Jahre, macht aber strengere Kontrollen weiterhin notwendig. Nun konzentrieren sich die Verantwortlichen auf langfristige Maßnahmen – darunter die Nutzung von Liegenschaften, Personalplanung und organisatorische Veränderungen –, um die Zukunft der Kirche nachhaltig abzusichern.






