06 May 2026, 02:14

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und unentschlossen

Detailierte Landkartenposter der iranisch-sowjetischen Grenze, das geographische Merkmale und Landesgrenzen mit begleitendem erklärendem Text zeigt.

Nouripour kritisiert deutsche Iran-Politik als zu passiv und unentschlossen

Omid Nouripour, Vizepräsident des Bundestags und außenpolitischer Experte der Grünen, hat die Iran-Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. Er warf Außenminister Johann Wadephul (CDU) vor, in der aktuellen Krise nicht entschlossen genug zu handeln.

Nouripour verwies auf die zunehmenden Angriffe des Iran auf zivile Frachtschiffe in der Straße von Hormus. Obwohl kein offizieller Kriegszustand herrscht, betonte er, dass die Region weit von einer Waffenruhe entfernt sei. Seiner Einschätzung nach geht die iranische Führung davon aus, in Verhandlungen die stärkere Position zu innezuhaben.

Die bisherige Haltung Deutschlands habe das Land seiner Meinung nach in eine rein reaktive Rolle gedrängt. Statt auf das Handeln anderer zu warten, forderte Nouripour die europäischen Staaten, die direkt von der Lage betroffen sind, auf, selbst Initiativen zu ergreifen. Er rief zu erneuten diplomatischen Bemühungen auf, um die wachsenden Spannungen einzudämmen.

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Seine Äußerungen spiegeln die breiteren Bedenken wider, dass es der deutschen Iran-Strategie an proaktiven Maßnahmen fehlt. Nouripour warnte, dass sich die Situation ohne stärkeres Engagement weiter zuspitzen könnte.

Die Kritik Nouripours setzt die Bundesregierung unter Druck, ihre Position zu überdenken. Sein Appell an unabhängige europäische Verhandlungen deutet auf die Notwendigkeit einer entschlosseneren Diplomatie hin. Die anhaltenden Angriffe in der Straße von Hormus bleiben ein zentraler Krisenherd.

Quelle