25 January 2026, 08:36

Ostdeutsche Flughäfen wie Leipzig und Dresden bleiben hinter der Pandemie-Erholung zurück

Ein Airbus A320-200 der Austrian Airlines startet am Frankfurter Flughafen, umgeben von grünem Gras, blühenden Pflanzen, Bäumen, Laternen und einem Gebäude unter einem bewölkten Himmel.

Warum Ostflughäfen straucheln, während andere wieder durchstarten - Ostdeutsche Flughäfen wie Leipzig und Dresden bleiben hinter der Pandemie-Erholung zurück

Flughäfen in Ostdeutschland kämpfen mit der Erholung nach der Pandemie

Während der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) seine Passagierzahlen aus dem Jahr 2019 bereits übertroffen hat, hinken andere Standorte wie Leipzig/Halle und Dresden weiterhin deutlich hinterher. Nicht Kostensenkungen oder Marketing, sondern strukturelle Herausforderungen bremsen ihre Rückkehr zum Vor-Pandemie-Niveau.

Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden verzeichnen weiterhin deutlich weniger Passagiere als vor der Krise. In Dresden lagen die Zahlen 2025 um 43 Prozent unter denen von 2019. Beide Flughäfen sind stark von Inlandsverbindungen abhängig, die sich langsamer erholen als der internationale Reiseverkehr.

Ursachen für den Rückgang sind weniger Billigflüge, eine reduzierte Anzahl an Zielen und eine schwache Nachfrage im Geschäftsreiseverkehr. Ryanair hat sich aus Leipzig/Halle zurückgezogen und als Grund hohe Gebühren genannt. Airlines konzentrieren ihre Kapazitäten nun auf Strecken mit stärkerer Nachfrage und berechenbareren Einnahmen. Der Wettbewerb durch größere Drehtüren wie BER und den Flughafen Prag verschärft den Druck zusätzlich. Der Flughafen Nürnberg profitiert hingegen von einer kaufkräftigeren regionalen Bevölkerung und einer stabileren Reisendenachfrage. Während große Flughäfen und spezialisierte Billigflug-Drehkreuze anderswo schneller wieder auf die Beine gekommen sind, bleiben die Regionalflughäfen Ostdeutschlands zurück.

Als Reaktion darauf planen Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Subventionen für Leipzig/Halle und Dresden bis 2030 schrittweise auslaufen zu lassen. Dresden soll jedoch ab 2027 jährlich zusätzliche 9 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt Sachsen erhalten, um den Betrieb zu stützen.

Die zögerliche Erholung der ostdeutschen Flughäfen spiegelt tiefgreifende strukturelle Probleme wider – und keine vorübergehenden Rückschläge. Angesichts des geplanten Subventionsendes und des wachsenden Wettbewerbs durch größere Flughäfen wird ihre Zukunft davon abhängen, ob es gelingt, mehr Strecken und Passagiere anzuziehen. Bis dahin bleibt die Lücke zwischen den aktuellen Zahlen und der Performance vor der Pandemie groß.