Osterreise 2025: Hohe Spritpreise lassen Bahn-Tickets boomen – doch Kapazitäten sind knapp
Hans-Werner HövelOsterreise 2025: Hohe Spritpreise lassen Bahn-Tickets boomen – doch Kapazitäten sind knapp
Steigende Spritpreise treiben immer mehr Reisende an Ostern in die Züge
Eine aktuelle Insa-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag zeigt, dass 36 Prozent der Befragten wegen der stark gestiegenen Benzinkosten auf Urlaubsreisen verzichten. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Bahnfahrten stockt die Deutsche Bahn ihr Angebot auf, um den Ansturm zu bewältigen.
Der Wechsel vom Auto auf die Schiene vollzieht sich vor dem Hintergrund weiter steigender Spritpreise, die auf den Iran-Konflikt und allgemeine Ölknappheit zurückzuführen sind. Für viele Urlauber sind Züge mittlerweile die günstigere Alternative für die Osterreise. Die Bahn verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei den Ticketverkäufen – besonders gefragt sind Strecken wie Berlin–Köln, Berlin–München und Frankfurt–Köln.
An Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag dürften die Züge nahezu ausgebucht sein. Um Engpässe zu vermeiden, setzt das Unternehmen zusätzliche Verbindungen zu beliebten Zielen ein, darunter Sylt, den Schwarzwald und den Bodensee. Außerhalb der Stoßzeiten gibt es noch freie Plätze und günstigere Tarife für Spontane.
Auch neue Verbindungen helfen, die Nachfrage zu bedienen: Eine direkte ICE-Strecke verbindet nun Köln mit Konstanz, während der Adria-Express (ÖBB Railjet) von München aus nach Rimini und Ancona fährt. Allerdings kommt es auf einigen Strecken aufgrund von Bauarbeiten zu Verspätungen – zwischen Baden-Baden und Freiburg fahren Ersatzbusse.
Für das nächste Jahr hat die Deutsche Bahn bereits Pläne für den Osterandrang bekannt gegeben: Vom 14. bis 24. April 2026 werden auf der Strecke Berlin–München 50 zusätzliche Züge verkehren. Vorstandschefin Evelyn Palla begrüßte die hohe Nachfrage als positives Signal für nachhaltiges Reisen.
Der Run auf Bahnfahrten spiegelt sowohl finanzielle Zwänge als auch ein wachsendes Interesse an Zugreisen wider. Mit dem erweiterten Angebot will die Bahn die Reisewelle bewältigen – auch wenn es auf einigen Strecken weiterhin zu Einschränkungen kommen wird. Reisende sollten sich frühzeitig Plätze sichern, um auf den stark frequentierten Osterverbindungen nicht leer auszugehen.






