Özdemirs Wahlsieg: Warum sein Team mit Tattoos feiert – und er selbst nicht
Birgitt OttoWarum Özdemir noch kein Brezel-Tattoo hat - Özdemirs Wahlsieg: Warum sein Team mit Tattoos feiert – und er selbst nicht
Grünen-Chef Cem Özdemir feiert Wahlsieg in Baden-Württemberg – mit Tattoo-Ideen als Symbol
Am Sonntag feierte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir einen bedeutenden Sieg bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Während sein Kampagnenteam die Wahl mit kleinen Tattoo-Ideen würdigte, verzichtete Özdemir selbst auf das symbolträchtige Accessoire. Die Tradition war während des Wahlkampfs zu einem spielerischen Markenzeichen für eines ihrer Wahlversprechen geworden.
Die Wahlparty der Grünen in Stuttgart nahm eine skurrile Wendung, als einige Helfer:innen des Teams winzige Tattoo-Ideen stachen. Darunter waren Ehrenamtliche wie Svenja und Frieda Fiedler, die damit einen vor der Wahl geschlossenen Team-Pakt einlösten. Das Tattoo-Motiv ging auf Özdemirs Gewohnheit zurück, bei Veranstaltungen Butterbrezeln anzubieten – eine Geste, die bei den Unterstützer:innen hängen blieb.
Özdemir selbst lehnte das Tattoo jedoch trotz der Feierlichkeiten ab. Er gab zu, kurz in Versuchung geraten zu sein, blieb aber bei seiner früheren Aussage, Tattoos seien wie Aufkleber auf einem Ferrari. Sein scherzhafter Vergleich war während des Wahlkampfs zum Gesprächsthema geworden und unterstrich nun seine Entscheidung, auf die Tinte zu verzichten.
Die Tradition blieb dabei ein Alleinstellungsmerkmal Baden-Württembergs; aus anderen Regionen wurden keine ähnlichen Tattoo-Aktionen gemeldet. Die kleine, aber symbolische Geste stand für den Zusammenhalt des Teams und den basisdemokratischen Geist der Kampagne.
Die Tattoo-Ideen werden als bleibende Erinnerung an den erfolgreichen Grünen-Wahlkampf in Erinnerung bleiben. Özdemirs Verzicht blieb konsequent – während sein Team die verspielte Tradition annahm. Die Siegfeier in Stuttgart hinterließ Spuren, im wahrsten Sinne des Wortes: sowohl körperlich als auch politisch.






