Panter-Preis 2026 ehrt rebellische Medienmacher:innen mit klarem Blick für Gerechtigkeit
Hans-Werner HövelPanter-Preis 2026 ehrt rebellische Medienmacher:innen mit klarem Blick für Gerechtigkeit
Der Panter-Preis 2026 feiert grassroots-mediale Initiativen unter dem Motto Unabhängig. Kritisch. Widerständig. Die Auszeichnung würdigt Projekte, die etablierte Erzählungen hinterfragen und Gemeinschaften stärken. Bei der diesjährigen Verleihung stehen sowohl langjährige als auch aufstrebende Stimmen des alternativen Journalismus im Mittelpunkt.
Zu den Nominierten gehört der lichtblick, Deutschlands einzige unabhängige Gefängniszeitung. Seit ihrer Gründung 1968 wird sie ohne Zensur von Inhaftierten für Inhaftierte herausgegeben. Ein weiteres langlebiges Projekt ist UnAufgefordert, die Studentenzeitung der Humboldt-Universität. Seit dem 17. November 1989 – kurz nach dem Fall der Berliner Mauer – veröffentlicht sie kritische Berichterstattung.
Der Freie Radiosender Radio CORAX aus Halle (Saale) sendet seit dem 1. Juli 2000 nach einem basisdemokratischen Modell und gibt marginalisierten Stimmen eine Plattform. In Berlin betreibt Radio Connection seit 2019 ein mobiles Studio in Marzahn und produziert wöchentliche mehrsprachige Sendungen mit Fokus auf Migrant:innen und lokale Themen.
Weitere Anwärter:innen sind RUMS, ein investigatives Medium aus Münster, das seit 2020 tiefgehende Recherchen mit Gemeinschaftsarbeit verbindet. nah:dran – Medien für alle, eine Initiative der Jugendpresse Deutschland, vermittelt Kindern und Jugendlichen Medienkompetenz. Der Berndt Media Verlag gibt hingegen kostenlose Kultur- und Kinomagazine für die Rhein-Ruhr-Region heraus.
Das Publikum kann vom 8. bis 27. Juni 2026 für den Publikumspreis abstimmen. Die Preisträger:innen werden am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg bekannt gegeben.
Der Panter-Preis 2026 rückt Medienprojekte in den Fokus, die sich kommerziellen und politischen Zwängen entziehen – von Gefängnisjournalismus bis zu mehrsprachigem Radio. Die Nominierten stehen für vielfältige Ansätze unabhängiger Berichterstattung. Die Preisverleihung ehrt ihren Beitrag zu einer inklusiveren Öffentlichkeit.






