PGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell und modularer Bauweise
Hans-Werner HövelPGIM revolutioniert den deutschen Reihenhausmarkt mit Mietmodell und modularer Bauweise
PGIM, eine Tochtergesellschaft von Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Das Unternehmen will sich auf langfristige Mietverträge in Pendlerregionen rund um die großen Städte konzentrieren. Dieser Schritt könnte eine deutliche Veränderung im hiesigen Immobiliensektor einläuten, da institutionelle Investoren bisher nur selten Einfamilienhäuser ins Visier genommen haben.
PGIM erwägt den Einsatz von modularer Bauweise für die Errichtung der Reihenhäuser. Die Entwicklungskosten werden auf 1.900 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt. Nach Fertigstellung sollen die monatlichen Mieten pro Objekt 1.700 bis 1.800 Euro betragen – umgerechnet 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter.
Das Interesse des Unternehmens fällt in eine Phase der Abschwächung auf dem deutschen Immobilientransaktionsmarkt. Da Entwickler zunehmend Vorverkäufe benötigen, um Finanzierungen zu sichern, gewinnen groß angelegte Mietprojekte an Attraktivität. Mit seinem Vorstoß zielt PGIM auf ein Segment ab, das traditionell von Privatkäufern und nicht von institutionellen Akteuren geprägt ist.
Anders als viele Investoren setzt PGIM auf Mieteinnahmen statt auf Gewinne aus Weiterverkäufen. Diese Strategie spiegelt einen langfristigen Ansatz wider, der auf stabile Erträge aus Mietern in gefragten Pendlergebieten abzielt.
Sollte das Vorhaben gelingen, könnte PGIMs Markteintritt den deutschen Markt für Einfamilienhaus-Mieten neu gestalten. Der Fokus auf modulare Bauweise und langfristige Mietverträge könnte weitere institutionelle Investoren anziehen. Die geplanten Mietpreise und Baukosten deuten auf eine kalkulierte Wette auf anhaltende Nachfrage in suburbanen Lagen hin.






