17 March 2026, 10:19

Pharmakonzern zwischen Roundup-Klagen und Hoffnung auf Kerendia-Erfolge

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Pharmakonzern zwischen Roundup-Klagen und Hoffnung auf Kerendia-Erfolge

Ein großer Pharmakonzern steht vor einer entscheidenden Phase, während er auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu den Klagen um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup wartet. Die für Mitte Juni 2026 erwartete Entscheidung könnte die finanzielle Zukunft des Unternehmens prägen – besonders vor dem Hintergrund hoher Schulden und eines Nettoverlusts von 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2025. Gleichzeitig bieten klinische Erfolge mit dem Medikament Kerendia eine mögliche Rettungsleine für das Wachstum.

Die finanziellen Probleme des Konzerns sind offenkundig: 2025 verbuchte er einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und kämpft mit einer Schuldenlast von fast 30 Milliarden Euro. Die rechtlichen Auseinandersetzungen um Roundup verschärfen den Druck zusätzlich. Der US-Supreme Court wird am 1. April 2026 die Verhandlung über Warnhinweise auf den Produkten aufnehmen.

Doch die Pharmasparte zeigt sich widerstandsfähig. Kerendia, ein zentrales Medikament des Unternehmens, hat in Studien zur nicht-diabetischen chronischen Nierenerkrankung (CKD) bereits die primären Ziele erreicht. Zuvor hatte es bereits 2021 in den USA und 2022 in der EU die Zulassung für CKD-Patienten mit Typ-2-Diabetes erhalten – gestützt auf erfolgreiche Phase-3-Studien. Nun deuten neue Daten der FINEARTS-HF-Studie (2024) auf kardiovaskuläre Vorteile hin, was den Weg für eine erweiterte FDA-Zulassung ebnet.

Ein günstiges Urteil des Supreme Court in Kombination mit einer ausgeweiteten Zulassung für Kerendia könnte die finanzielle Belastung lindern. Das Unternehmen plant, in den nächsten zehn Jahren zehn Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen. Eine breitere Anwendung von Kerendia könnte dabei den Zugang zu einem deutlich größeren Patientenkreis ermöglichen.

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Juni 2026 wird eine zentrale Rolle für die Erholung des Konzerns spielen. Sollte Kerendia auch für nicht-diabetische CKD-Patienten zugelassen werden, könnte dies die Umsätze deutlich steigern. Gemeinsam könnten diese Entwicklungen dazu beitragen, die Bilanz zu stabilisieren und künftige Medikamenteneinführungen zu unterstützen.

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