11 March 2026, 18:23

Preisdeckel für Medikamente bleibt bis 2026 – was das für Patienten und Pharmafirmen bedeutet

Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, auf dem "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten" steht.

Preisdeckel für Medikamente bleibt bis 2026 – was das für Patienten und Pharmafirmen bedeutet

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Preisdeckelung und die verpflichtenden Herstellerrabatte für verschreibungspflichtige Medikamente bis 2026 verlängert. Mit diesen Maßnahmen soll die Kostenbelastung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) begrenzt werden, doch sie erhöhen den finanziellen Druck auf die Pharmaindustrie. Unter bestimmten Bedingungen bleiben jedoch Ausnahmen möglich.

Die Entscheidung verlängert bewährte Kostendämpfungsmaßnahmen, die die GKV allein im Jahr 2024 um 2,19 Milliarden Euro entlastet haben. Ohne die Preisdeckelung wären zusätzliche Beitragssätze für Versicherte wahrscheinlich weiter gestiegen. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist bereits kontinuierlich angestiegen – von 1,3 % im Jahr 2022 auf 1,6 % im Jahr 2023 – und wird für 2026 voraussichtlich 2,9 % erreichen.

Ein Inflationsausgleichsmechanismus, der am 1. Juli 2018 eingeführt wurde, bietet den Arzneimittelherstellern teilweise Entlastung. Dieser Mechanismus führte 2025 zu Einsparungen von 170 Millionen Euro für die Pharmabranche und soll die Kosten 2026 voraussichtlich um weitere 79 Millionen Euro verringern.

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Die Preisdeckelung für Immunglobuline wurde gelockert, um Versorgungsengpässe zu vermeiden und den Patientenzugang zu sichern. Gleichzeitig können Unternehmen weiterhin die Preise für neue Medikamente nach §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs (SGB V) aushandeln oder für Arzneimittel ohne therapeutische Alternativen. Firmen in besonderer finanzieller Notlage haben zudem die Möglichkeit, Befreiungen von den gesetzlichen Rabattpflichten zu beantragen.

Die verlängerte Preisdeckelung und die Rabatte werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung auch 2026 weiter senken. Pharmahersteller können jedoch Ausnahmen beantragen, falls die Maßnahmen zu einer unzumutbaren finanziellen Belastung führen. Die Anpassungen zielen darauf ab, Kostendämpfung mit Arzneimittelverfügbarkeit und der Wirtschaftlichkeit der Branche in Einklang zu bringen.

Quelle