05 May 2026, 12:21

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Zwei Personen üben Karate mit Stöcken in einer Turnhalle, während andere in der Nähe stehen, mit sichtbaren Lichtern an der Wand im Hintergrund.

Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhofs von Halle eine Protestkundgebung statt, die sich gegen ein örtliches Kampfsportstudio mit mutmaßlichen rechtsextremen Verbindungen richtete. Die Demonstranten forderten die Schließung der Gladiator Fight Academy und warfen ihr vor, extremistische Netzwerke zu fördern. Organisiert wurde die Aktion von der antifaschistischen Kampagne Daumen runter, bei der Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandiert wurden.

Im Mittelpunkt der Proteste stand die Gladiator Fight Academy, ein Fitnessstudio, das im Verdacht steht, als Treffpunkt für rechtsextreme Rekrutierung zu dienen. Zu den zentralen Mitgliedern zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt. Die Betreiber der Gladiator Fight Academy veranstalteten kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series, die ein Publikum mit Bezügen zur rechtsextremen Szene anzog.

Weitere Personen mit Verbindungen zum Studio sind Christopher Henze, dem vorgeworfen wird, Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig zu unterhalten, sowie Hans Krüger, ein Anhänger von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer in der Akademie. Krüger tritt zudem bei den Veranstaltungen des Studios als Kämpfer an.

Gleichzeitig waren bei der Premiere der Kampfserie auch Vertreter der rechtspopulistischen Partei AfD anwesend, darunter die Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Dies verstärkte die Bedenken hinsichtlich der politischen Verstrickungen des Studios weiter. Der lokale Beobachter Robert Claus beschrieb den Veranstaltungsort als einen Ort, an dem Gewalt und Diskriminierung offen toleriert würden.

Die Demonstranten versammelten sich in großer Zahl und forderten Konsequenzen gegen den Betrieb des Studios. Ihre Parolen spiegelten die wachsende Unruhe über dessen Rolle in rechtsextremen Aktivitäten wider.

Die Kundgebung unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die Gladiator Fight Academy und ihre mutmaßlichen extremistischen Verbindungen. Lokale Aktivisten setzen sich weiterhin für eine Schließung ein und verweisen auf die angebliche Funktion des Studios als Plattform für rechtsextreme Vernetzung. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die Forderungen nach einem Einschreiten reagiert.

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