"Regio Pass": Drei Zeitungen bündeln digitale Abos für mehr Vielfalt
Hans-Werner Hövel"Regio Pass": Drei Zeitungen bündeln digitale Abos für mehr Vielfalt
Drei Regionalzeitungen starten den "Regio Pass" – ein neues digitales Abo-Bündnis für mehr Leser
Drei Regionalzeitungen haben den "Regio Pass" eingeführt, ein neues digitales Abo-Paket, das mehr Leser gewinnen soll. Die Initiative orientiert sich am "Alles plus"-Bündnis von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und bietet erweiterte Zugänge zu lokalen und kulturellen Inhalten aus verschiedenen Städten. Fußballfans, Kulturbegeisterte und Nachrichtenleser erhalten so mit einem einzigen Abo mehr Nutzen.
Im Rahmen der Pilotphase können Abonnenten Inhalte aus anderen Regionen abrufen. So haben etwa Anhänger von Waldhof Mannheim und dem Karlsruher SC nun Zugang zu Berichten über den SC Freiburg. Gleichzeitig profitieren Kulturinteressierte in Freiburg oder Mannheim von Rezensionen des Festspielhauses Baden-Baden. Die Testphase läuft zunächst befristet, bevor über eine mögliche Fortführung entschieden wird.
Hinter den Kulissen stellt die in Kleinmachnow ansässige Contentpass GmbH die technische Infrastruktur für das Projekt bereit. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, ist überzeugt, dass Leser die zusätzlichen Inhalte als wertvolle Ergänzung ihres Abos schätzen werden. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), äußerte die Hoffnung, dass die Initiative wächst und der gesamten Medienbranche zugutekommt.
Während das "Alles plus"-Bündnis bereits als Vorbild dient, sind weitere beteiligte Medienmarken oder regionale Titel des neuen Angebots noch nicht bekannt gegeben worden.
Der "Regio Pass" soll digitale Abonnements fördern, indem er überregionalen Zugang zu Nachrichten und Kultur ermöglicht. Nach der Testphase werden die Verantwortlichen den Erfolg bewerten, bevor über eine dauerhafte Einführung entschieden wird. Bei einer Ausweitung könnte das Modell die Zusammenarbeit lokaler Medien in Deutschland neu prägen – und Leser landesweit stärker einbinden.






