24 April 2026, 08:26

Rehlinger plant drei Großreformen für Infrastruktur, Verwaltung und Sozialsysteme bis 2023

Alte Deutschlandkarte mit roter Linie darauf, auf Papier gedruckt mit handgeschriebenem Text.

Rehlinger plant drei Großreformen für Infrastruktur, Verwaltung und Sozialsysteme bis 2023

Anke Rehlinger hat drei zentrale Reformvorhaben für die Koalitionsregierung skizziert. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der Infrastruktur, die Modernisierung der Verwaltung sowie eine grundlegende Reform der sozialen Sicherungssysteme. Sie betont, dass entschlossenes Handeln notwendig sei, um künftige finanzielle Belastungen der Bürgerinnen und Bürger zu verhindern.

Als erste große Reform soll der seit langem bestehende Investitionsstau in Deutschlands Infrastruktur angegangen werden. Ein Sonderfonds soll blockierte Mittel freisetzen und dringend benötigte Projekte beschleunigen. Rehlinger hält diesen Schub für entscheidend, nachdem jahrzehntelang Versäumnisse angehäuft wurden.

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Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung der staatlichen Verwaltung und dem Abbau überflüssiger Bürokratie. Bund und Länder müssen hier an einem Strang ziehen, um Abläufe zu vereinfachen und die Effizienz zu steigern.

Ein dritter Fokus gilt der umfassenden Reform der Sozialsysteme. Rehlinger hält das Jahr 2023 für einen realistischen Zeitrahmen, um Veränderungen in der Krankenversicherung, der Pflegevorsorge, bei Renten und Steuern umzusetzen. Sie warnt, dass ein Nichthandeln zu höheren Abgaben und größeren finanziellen Belastungen für die Haushalte führen werde.

Rehlinger räumt ein, dass die Zusammenarbeit zwischen Union und SPD herausfordernd sei. Gleichzeitig unterstreicht sie, dass Verantwortungsbewusstsein, klare Kommunikation und eine sachliche Herangehensweise Fortschritte ermöglichen könnten. Die SPD hat bereits signalisiert, dass sie kluge und faire Reformen nicht blockieren werde.

Mit ihren Vorschlägen zielt Rehlinger auf die Bewältigung langfristiger wirtschaftlicher und sozialer Herausforderungen ab. Gelingen die Reformen, könnten sie die finanzielle Belastung der Bürger verringern und öffentliche Dienstleistungen effizienter gestalten. Ob die Koalition liefern kann, hängt letztlich von anhaltender Zusammenarbeit und entschlossenem Handeln ab.

Quelle