Sechster Protest für die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers – doch die Zukunft bleibt ungewiss
Birgitt OttoSechster Protest für die Wiedereröffnung des Südstadt-Centers – doch die Zukunft bleibt ungewiss
Anwohner protestieren zum sechsten Mal für Wiedereröffnung des Südstadt-Centers
Zum sechsten Mal haben Anwohner gegen die Schließung des Südstadt-Centers demonstriert. Das Einkaufszentrum wurde im vergangenen Jahr geschlossen, nachdem schwere Verstöße gegen den Brandschutz aufgedeckt worden waren. Trotz einiger Verbesserungen hat die ausstehende Begleichung der Stromrechnungen durch den Eigentümer dazu geführt, dass das Gebäude derzeit ohne Stromversorgung ist.
Die Schließung begann, als die untere Bauaufsichtsbehörde 2023 gravierende Brandschutzmängel feststellte. Inspektoren warnten damals, ein Feuer hätte insbesondere unter älteren Besuchern zu Todesopfern führen können. Seitdem wurden zwar einige Mängel behoben, doch die unbezahlten Stromrechnungen führten schließlich zur Abschaltung der Energieversorgung.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt nahm an der jüngsten Demonstration teil, räumte jedoch ein, eine baldige Wiedereröffnung könne er nicht versprechen. Er machte langsame Fortschritte, übermäßige Bürokratie und die angespannte Haushaltslage der Stadt für die Verzögerungen verantwortlich. Unterdessen kritisierten Organisatoren wie Daniel Mahler die mangelnde Transparenz der Stadt und stellten die langfristige Zukunft des Standortes infrage.
Hinter den Kulissen verhandelt mittlerweile ein Mitarbeiter des Centers mit potenziellen Investoren. Sollte eine Rettung des bestehenden Gebäudes scheitern, hat sich ein Investor bereit erklärt, in der Nähe ein kleineres Ersatzobjekt zu errichten. Zudem hat die Stadt zugesagt, innerhalb weniger Tage auf 35 Fragen der Protestinitiative zu antworten.
Das Schicksal des Südstadt-Centers bleibt vorerst ungewiss, während die Verhandlungen andauern. Ohne eine Lösung wird das Gebäude geschlossen bleiben – und damit Kundschaft wie Geschäfte weiter in der Schwebe lassen. Die anstehenden Antworten der Stadt auf die Fragen der Initiative könnten jedoch Klarheit über die nächsten Schritte bringen.






