Siemensstadt Square wird zum urbanen Zukunftsquartier mit 6.000 Wohnungen und neuem S-Bahn-Anschluss
George BenthinSiemensstadt Square wird zum urbanen Zukunftsquartier mit 6.000 Wohnungen und neuem S-Bahn-Anschluss
Berlin-Siemensstadt Square erlebt einen tiefgreifenden Wandel
Der Bezirk Siemensstadt Square in Berlin durchläuft eine grundlegende Umgestaltung. Ein überarbeiteter Masterplan sieht nun fast eine Verdopplung der geplanten Wohnkapazität auf 3.750 Wohneinheiten vor, während gleichzeitig Büroflächen reduziert werden. Auf dem 76 Hektar großen Gelände, das einst ein historisches Industrieareal der Siemens AG war, stehen nun Wohn- und Mischnutzungsprojekte im Mittelpunkt.
Die aktualisierte Planung setzt auf eine höhere Wohndichte – Schätzungen gehen nun von 5.000 bis 6.000 Wohneinheiten aus, deutlich mehr als in früheren Prognosen. Neben Wohnraum entstehen eine Grundschule für 600 Schüler:innen sowie zwei Kitas, um die künftigen Bewohner:innen zu versorgen.
Gewerbezonen wurden in einem eigenen Campus in der Nähe des geplanten S-Bahnhofs Siemensstadt gebündelt. Die überarbeitete Konzeption sieht zudem Flächen für Industrie, Freizeit und erweiterte Grünanlagen vor, darunter einen zentralen Park. Diese Änderungen sollen ein ausgewogeneres städtisches Umfeld schaffen.
Die Verkehrsanbindung wird durch die Reaktivierung der lange stillgelegten Siemensbahn verbessert. Die wiederhergestellte S-Bahn-Linie soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden und die Verbindungen ins Berliner Zentrum stärken. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den aktualisierten Plan als einen "entscheidenden Meilenstein" für den Fortschritt des Projekts.
Die Gesamtinvestitionen in Siemensstadt Square werden auf 4,5 Milliarden Euro geschätzt, wobei Siemens 750 Millionen Euro beisteuert. Nach Fertigstellung soll der Bezirk etwa 40.000 Bewohner:innen und Beschäftigte aufnehmen. Die vollständige Umsetzung des Projekts ist für die 2030er Jahre vorgesehen.
Der überarbeitete Masterplan reduziert Industrie- und Gewerbeflächen zugunsten gemischter Nutzungsviertel. Mit mehr Wohnraum, Grünflächen und besserer Verkehrsanbindung entwickelt sich der Bezirk zu einem bedeutenden urbanen Zentrum. Bau und Entwicklung werden in den kommenden zehn Jahren den Westen Berlins prägen.






