Skandal um Tierquälerei: Schlachthof nach Videoaufnahmen geschlossen
Hildegund LachmannVerhaftungsbefehl gegen Schlachthofmitarbeiter erlassen - Skandal um Tierquälerei: Schlachthof nach Videoaufnahmen geschlossen
Im April 2021 veröffentlichte eine Tierrechtsorganisation Videoaufnahmen, die mutmaßliche Misshandlungen von Hühnern in einer der größten Geflügelschlachtbetriebe des Landes zeigten. Die Geldstrafe für sieben Mitarbeiter, die gegen Tierschutzgesetze verstießen, variiert beträchtlich und reicht von 30 bis 180 Tagessätzen. Ein Mitarbeiter erhielt eine Geldstrafe von über 90 Tagessätzen, was nach deutschem Recht als Vorstrafe gewertet wird. Die Geldanlage, einst eine der größten des Landes, wurde inzwischen geschlossen. Die Staatsanwaltschaft begann im April 2023 mit der Auswertung der Videobeweise und erhob Anklage gegen die sieben Beschäftigten wegen Verstößen gegen Tierschutzvorschriften. Das zuständige Amtsgericht hat seitdem vier Strafbefehle erlassen, von denen einer inzwischen rechtskräftig ist. Die Urteile des Gerichts beenden ein zweijähriges Rechtsverfahren, das durch die Veröffentlichungen der Tierrechtsorganisation ausgelöst worden war. Die Strafen und die Schließung der Geldanlage folgen auf bestätigte Verstöße gegen Tierschutzstandards. Weitere rechtliche Schritte wurden bisher nicht angekündigt.






