Sonnenblumen und Co.: Welche Ölsaaten trotzen Dürre und Hitzewelle besser als Raps?
George BenthinSonnenblumen und Co.: Welche Ölsaaten trotzen Dürre und Hitzewelle besser als Raps?
Sonnenblumen, Soja, Hanf, Leindotter: Klimataugliche Alternativen zu Raps?
Dürre, Hitzewelle und steigende Kosten setzen Raps zu. Welche Ölsaaten kommen mit dem Klimawandel besser zurecht?
- September 2025
Deutsche Landwirte suchen nach Alternativen zu Raps, da Klimawandel, Dürreperioden und Hitzewelle die traditionelle Kultur zunehmend schwieriger machen. Steigende Produktionskosten und extreme Wetterbedingungen zwingen zum Umdenken – doch welche Pflanzen könnten die klimarobusten Nachfolger sein?
Von Sonnenblumen bis Leindotter: Mehrere Ölsaaten werden derzeit als widerstandsfähigere Optionen getestet. Der Wandel wird durch regionale Versuche und Klimawandel-Anpassungsstrategien vorangetrieben, die auf Kulturen setzen, die weniger Wasser benötigen und höhere Temperaturen ertragen. Einige Sorten zeigen bereits in verschiedenen Teilen Deutschlands Erfolg.
Raps hatte in den letzten Jahren mit anhaltenden Trockenphasen und wachsenden Anbaukosten zu kämpfen. Viele Landwirte fragen sich, ob die Pflanze langfristig noch eine tragfähige Wahl ist. Forscher und Agrarberater empfehlen stattdessen eine Reihe klimaresistenter Alternativen, die besser zu den veränderten Bedingungen in Deutschland passen.
Sonnenblumen erweisen sich als besonders hitzebeständig und trockenheitstolerant – eine vielversprechende Option. Sie gedeihen vor allem in Ost- und Süddeutschland, doch fehlen bisher regional angepasste Sorten und ausreichende Verarbeitungsmöglichkeiten. Leindotter hingegen kommt mit kargen Böden und trockenem Klima gut zurecht und benötigt kaum Dünger oder Pestizide, was ihn ideal für Regionen wie Brandenburg oder Nordniedersachsen macht.
Hanf, der vor allem in Nord- und Ostdeutschland angebaut wird, passt sich verschiedenen Bodenarten an und kommt mit wenig Dünger und Pflanzenschutzmitteln aus. Strenge Regularien bremsen jedoch eine flächendeckende Ausweitung. Soja, das hauptsächlich im Süden kultiviert wird, bindet Stickstoff im Boden, leidet aber unter Dürre während der Blütezeit.
Weitere Alternativen sind Hirse, Sorghum und Sommergerste, die Hitzewelle und Wassermangel besser vertragen als klassische Kulturen. Tiefwurzelnde Pflanzen wie Esparcette und Luzerne gewinnen ebenfalls an Bedeutung, da sie in wärmeren Jahreszeiten überleben. Diese Optionen werden derzeit in verschiedenen Bundesländern in Feldversuchen und Anpassungsstrategien erprobt.
Die Suche nach Raps-Ersatz führt zu mehr Versuchen mit trockenheitstoleranten Kulturen in ganz Deutschland. Sonnenblumen, Leindotter und Hanf gehören zu den Favoriten – jede mit spezifischen Vorteilen je nach Region. Angesichts verschärfter Klimabedingungen könnten diese Alternativen künftig entscheidend sein, um stabile Ernten zu sichern.