Telefonbetrug in Brandenburg: Zwei Senioren verlieren tausende Euro an Kriminelle
Hans-Werner HövelTelefonbetrug in Brandenburg: Zwei Senioren verlieren tausende Euro an Kriminelle
Zwei Senioren in Brandenburg innerhalb weniger Tage Opfer von Telefonbetrug
In Brandenburg sind zwei ältere Einwohner innerhalb kurzer Zeit auf Telefonbetrüger hereingefallen. Ein 55-jähriger Mann aus Neuruppin verlor einen vierstelligen Betrag, nachdem er einem Betrüger, der sich als Mitarbeiter ausgab, seine Bankdaten preisgegeben hatte. Unterdessen wurde eine 79-jährige Frau aus Kyritz dazu gebracht, einen fünfstelligen Betrag an einen Hochstapler zu überweisen, der sich als Polizist ausgab.
Im Fall Neuruppin erhielt das Opfer einen Anruf von einer Person, die vorgab, Vertreter seiner Bank zu sein. Der Mann ließ sich von der glaubwürdigen Geschichte des Betrügers überzeugen und nannte ihm seine Zugangsdaten. Der Kriminelle überwies daraufhin einen vierstelligen Betrag von seinem Konto ab, bevor er untertauchte.
In Kyritz wurde die ältere Dame Opfer eines sogenannten "Schock-Anrufs". Der Betrüger gab sich als Polizeibeamter aus und behauptete fälschlicherweise, ihre Tochter befinde sich in Gewahrsam. Er forderte Kautionsgeld und setzte sie so unter Druck, dass sie sich auf die Zahlung eines niedrigen fünfstelligen Betrags einließ. Sobald die Überweisung getätigt war, brach der Betrüger den Kontakt ab.
Die offiziellen Zahlen zu Telefonbetrugsfällen in Deutschland für das Jahr 2023 bleiben unklar. Spätere Daten zeigen jedoch einen deutlichen Anstieg der Beschwerden: Allein 2025 registrierte die Bundesnetzagentur 85.158 Meldungen über missbräuchliche Anrufe.
Beide Opfer haben die Straftaten bei der örtlichen Polizei angezeigt. Die Behörden warnen weiterhin vor betrügerischen Anrufen und raten dringend davon ab, persönliche oder finanzielle Daten am Telefon preiszugeben. Die Ermittlungen zu den Vorfällen laufen noch.






