Terrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen
Hildegund LachmannTerrassengebühren: Warum Gastronomen in manchen Städten bis zu 1.163 Euro zahlen müssen
Eine neue Studie zeigt die großen Unterschiede bei den Terrassengebühren auf, die deutsche Kommunen erheben. Die durchschnittlichen Kosten für eine 25 m² große Außenfläche, die von Mai bis September genutzt wird, liegen bei 328 Euro. Doch einige Städte verlangen deutlich mehr – eine erhebliche Belastung für die örtlichen Gastronomiebetriebe.
Die Untersuchung konzentrierte sich auf ein Modellunternehmen mit einer 25 m² großen Terrasse, die während der Sommermonate geöffnet ist. Die Gebühren variieren dabei stark: Während Schönebeck mit nur 52 Euro am günstigsten ist, verlangt Wernigerode mit 1.163 Euro die höchste Summe – bedingt auch durch eine Gebührenanpassung im Jahr 2023.
Jede fünfte befragte Kommune hat die Terrassengebühren mittlerweile komplett abgeschafft. Ralf Seibicke, Sprecher der Gastronomiebranche, argumentiert, dass der Verzicht auf diese Abgaben die Außenbewirtung fördern und den innerstädtischen Einzelhandel beleben würde. Zudem betont er, dass Gastronomen täglich einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstädte leisten.
Kritiker weisen darauf hin, dass der Wegfall der Terrassengebühren kaum Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen hätte. Der Appell zur Zurückhaltung kommt zu einer Zeit, in der viele Betriebe mit steigenden Kosten zu kämpfen haben – besonders auffällig sind dabei die hohen Gebühren in Wernigerode.
Die Studie offenbart deutliche Unterschiede bei der Berechnung der Gebühren für Außenflächen. Während einige Städte die Abgaben gestrichen haben, um die lokale Gastronomie zu unterstützen, halten andere an hohen Kosten fest. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Senkung oder Abschaffung dieser Gebühren den Restaurants helfen könnte, ohne die kommunalen Finanzen spürbar zu belasten.






