Timothée Chalamets dünner Schnurrbart wird zum Frühlings-Trend 2025
Hildegund LachmannTimothée Chalamets dünner Schnurrbart wird zum Frühlings-Trend 2025
Ein dünner Schnurrbart sorgt wieder für Furore – diesmal dank Timothée Chalamets Rolle in Marty Supreme
Der drahtige, kaum sichtbare Oberlippenbart des Schauspielers hat neues Interesse an einem Trend geweckt, der bereits 2018 in der Popkultur wiederauflebte. Was einst als spielerische Hommage an Retro-Stile begann, könnte nun zur prägenden Frisur des Frühlings werden.
Chalamet ließ sich den Schnurrbart für seine Rolle als Marty Mauser wachsen, eine Figur, die vom Tischtennis-Champion der 1950er-Jahre, Marty Reisman, inspiriert ist. Der Film, Josh Safdies erstes Solo-Regiewerk, spielt im New Yorker Lower East Side jener Epoche. Anders als der gepflegte Helden-Schnurrbart des klassischen Hollywood wirkt Chalamets Version ungepflegt – eher wie ein paar Tage lässiges Nichtstun als ein bewusst gesetztes Statement.
Der dünne Schnurrbart schlich sich bereits seit Jahren zurück in die Mode. Stars wie Harry Styles, Post Malone und Drake belebten den Trend 2018 wieder, während Marken wie Gucci und Louis Vuitton zwischen 2019 und 2022 auf den Laufstegen Modelle mit bleistiftfeinen Varianten präsentierten. Soziale Medien trieben die Entwicklung weiter voran: 2021 ging TikToks #ThinMustacheChallenge viral, und Old Spice startete 2020 sogar eine Werbekampagne dazu. Bis 2025 hatte sich der Look zum ironischen Hipster-Klassiker gemausert – getragen von Politikern wie Pete Buttigieg bis hin zu Hollywood-Größen wie Justin Bieber, Paul Mescal und Jacob Elordi.
Was diese Renaissance auszeichnet, ist die Abkehr von Perfektion. Die neue Generation der Schnurrbartträger bevorzugt einen weicheren, weniger gepflegten Look – einer, der lässig wirkt, statt durchgestylt. Für viele liegt der Reiz im geringen Aufwand: Ein dünner Schnurrbart erfordert kaum Pflege und eignet sich ideal für alle, die sich nicht auf einen auffälligen Trend festlegen möchten.
Chalamets Schnurrbart in Marty Supreme hat den Film selbst fast in den Schatten gestellt – ein Beweis dafür, wie eine kleine Stilentscheidung die Debatte dominieren kann. Sollte sich der Trend diesen Frühling durchsetzen, geht es nicht mehr nur um Nostalgie oder Ironie, sondern um einen größeren Wandel hin zu unaufdringlicher, unperfekter Pflege. Vorerst bleibt der dünne Schnurrbart ein einfaches Experiment für Neugierige.






