04 March 2026, 10:54

Umfrage zeigt tiefe Spaltung über AfD-Regierungsbeteiligung vor Landtagswahlen

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder und Plakate vor einem Gebäude, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, bei einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Umfrage: Fast ein Drittel unterstützt AfD-Regierungsbeteiligung bei Landtagsgewinnen - Umfrage zeigt tiefe Spaltung über AfD-Regierungsbeteiligung vor Landtagswahlen

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Spaltungen unter deutschen Wählern über eine mögliche Regierungsbeteiligung der rechtspopulistischen AfD auf Landesebene. Die zwischen dem 20. und 23. Februar durchgeführte Erhebung unter 2.315 Wahlberechtigten zeigt, dass eine deutliche Mehrheit unter den aktuellen Bedingungen gegen einen solchen Schritt ist. Die Ergebnisse erscheinen vor den anstehenden wichtigen Landtagswahlen in mehreren Bundesländern in diesem Jahr.

Laut Umfrage lehnen 58 Prozent der Deutschen es ab, dass die AfD in eine Landesregierung eintritt – selbst wenn sie bei den kommenden Wahlen stärkste Kraft werden sollte. Nur 32 Prozent befürworten eine solche Koalition, was auf eine erhebliche Zerrissenheit in der öffentlichen Meinung hinweist.

Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung bei älteren Wählern: 67 Prozent der über 70-Jährigen sprechen sich gegen eine AfD-Beteiligung aus. Aber auch bei den jüngeren Wählern zwischen 18 und 29 Jahren gibt es starken Widerstand – 62 Prozent lehnen sie ab. Die größte Zustimmung zeigt sich hingegen in der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen, wo 37 Prozent die Partei in der Regierung sehen möchten.

Auch regional gibt es deutliche Unterschiede. In Westdeutschland sprechen sich 60 Prozent gegen eine Regierungsbeteiligung der AfD aus, in Ostdeutschland sind es 49 Prozent. Die stärkere Verankerung der Partei in den östlichen Bundesländern spiegelt eine langjährige politische Unzufriedenheit wider, die auf wirtschaftliche Schwierigkeiten nach den Hartz-IV-Reformen der frühen 2000er-Jahre und Frust über etablierte Parteien wie die SPD zurückgeht. Die Migrationskrise 2015 verstärkte diese Unzufriedenheit zusätzlich und trieb viele Wähler als Protest in Richtung AfD.

Die Umfrage fragte auch nach alternativen Koalitionsoptionen. Auf die Frage, ob die CDU mit der Linken zusammenarbeiten sollte, um die AfD auszuschließen, stimmten 44 Prozent zu, während 43 Prozent dies ablehnten. Dies deutet auf Unsicherheit hin, wie mit dem Aufstieg der Partei umgegangen werden soll.

Die nächsten Wahlen finden am 8. März in Baden-Württemberg, am 22. März in Rheinland-Pfalz und im September in Sachsen-Anhalt, Berlin sowie Mecklenburg-Vorpommern statt.

Die Umfrage unterstreicht die weit verbreitete Skepsis gegenüber einer Regierungsbeteiligung der AfD, insbesondere bei älteren Wählern und in Westdeutschland. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen zeigen die Ergebnisse die anhaltenden Debatten über Koalitionsstrategien und den wachsenden Einfluss der Partei in den östlichen Bundesländern. Gleichzeitig spiegeln die Daten tiefgreifendere politische Verschiebungen wider, die durch Wirtschaftspolitik und Migrationsdebatten der letzten zwei Jahrzehnte geprägt wurden.

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