USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Politiker schlagen Alarm
George BenthinUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Politiker schlagen Alarm
Die USA haben angekündigt, rund 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der Schritt hat bei Politikern verschiedener Parteien scharfe Kritik ausgelöst. Manche sehen darin einen Schlag gegen die langjährige militärische Zusammenarbeit.
Die Entscheidung zum Truppenabzug folgt auf Jahre der Spannungen, darunter die wiederholten Drohungen von Präsident Trump, die US-Militärpräsenz in Europa zu verringern. Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD, Siemtje Möller, bezeichnete den Plan als „strategisch unbegründet“ und kritisierte Trumps Vorgehen als „unberechenbar“. Ihre Partei, die sozialdemokratische SPD, lehnt die Truppenreduzierung offen ab.
Der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt warnte, die Kürzung schwäche die jahrzehntelange konventionelle Abschreckung. Er betonte die Bedeutung von US-Stützpunkten wie dem EUCOM in Stuttgart und der Ramstein Air Base, die als zentrale Knotenpunkte für die europäische Sicherheit dienen. Unterdessen argumentierte der Militäranalyst Carlo Masala, das eigentliche Problem liege woanders: die Absage an eine für 2024 geplante Stationierung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen des Typs Dark Eagle in Mainz-Kastel.
Der linke Politiker Sören Pellmann von der Partei Die Linke bezeichnete den Abzug als „viel Lärm um nichts“. Stattdessen forderte er die vollständige Schließung aller US-Militärstandorte in Deutschland. Pellmann verwies zudem auf die wirtschaftlichen Folgen: Rund 6.500 Deutsche arbeiten direkt für die US-Streitkräfte in Rheinland-Pfalz, bundesweit sind es etwa 12.000.
Der Truppenabbau verringert die militärische Präsenz der USA in Deutschland. Kritiker befürchten, dies könnte die transatlantischen Verteidigungspartnerschaften destabilisieren. Die Debatte verlagert sich nun darauf, ob der Schritt weitere Sicherheitsabkommen in Europa beeinflussen wird.






