Wahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel
Hildegund LachmannWahlmanipulation in Düdingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen verdächtiger Stimmzettel
Ermittlungen zu Verdacht auf Wahlmanipulation in Düdingen eingeleitet
In Düdingen wird wegen des Verdachts auf unzulässige Stimmensammlung ("ballot harvesting") bei den Kommunalwahlen ermittelt. Beamte entdeckten mehrere Dutzend Wahlunterlagen mit auffällig ähnlicher Handschrift, was Bedenken wegen Wahlfälschung auslöste. Der Fall wurde nun der Staatsanwaltschaft Freiburg zur strafrechtlichen Prüfung vorgelegt.
Die Unregelmäßigkeiten kamen vergangenen Sonntag ans Licht, als Wahlhelfer die Stimmen für den Gemeinderat von Düdingen auswerteten. Die lokale Volksvertretung, die 50 Sitze umfasst, sah sich mit einer Störung des Wahlvorgangs konfrontiert, nachdem Mitarbeiter bei zahlreichen Stimmzetteln ungewöhnlich einheitliche Handschriften feststellten. Alle 18 verdächtigen Umschläge wurden für ungültig erklärt und nicht in die Endauszählung einbezogen.
Das Wahlbüro informierte umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense. Nun wird geprüft, ob die mutmaßliche Manipulation das Wahlergebnis beeinflusst haben könnte. Nach Schweizer Recht ist die unzulässige Stimmensammlung – im Strafgesetzbuch unter Artikel 282bis geregelt – mit Geldstrafen bewehrt.
Keiner der verdächtigen Stimmzettel floss in das Endergebnis ein. Die Staatsanwaltschaft wird nun entscheiden, ob Anklage erhoben wird. Die Ermittlungen dauern an, um das volle Ausmaß des mutmaßlichen Fehlverhaltens aufzuklären.






