Wohnungsnot in Rheinland-Pfalz: Warum Bauen und Mieten immer teurer wird
Hans-Werner HövelBauen und Modernisieren müssen schneller und günstiger werden - Wohnungsnot in Rheinland-Pfalz: Warum Bauen und Mieten immer teurer wird
Rheinland-Pfalz steht vor einer verschärften Wohnungsnot: Baukosten explodieren, Neubauten bleiben hinter dem Bedarf zurück
Wohnungsbauverbände fordern nun dringend Maßnahmen, um das Wohnungen mieten schneller und günstiger zu machen – noch bevor der Südweststaat im nächsten Monat ein neues Parlament wählt.
Laut Prognosen benötigt das Land bis 2030 jährlich rund 15.200 neue Wohnungen, um die Nachfrage zu decken. Doch 2025 wurden nur 13.000 genehmigt – deutlich weniger als nötig. Die stark gestiegenen Baukosten, die seit 2019 mehr als doppelt so schnell kletterten wie die allgemeine Inflation, gelten als größtes Hindernis.
Axel Tausendpfund, Vorsitzender des Verbandes südwestdeutscher Wohnungsunternehmen (VdW), betont, dass Bauen und Sanieren "schneller, unkomplizierter und kostengünstiger" werden müsse. Ohne wirksame Kostendämpfung bleibe bezahlbarer Wohnraum für viele unerreichbar, warnt er.
Alexander Rychter, Geschäftsführer des VdW Rheinland Westfalen, ergänzt, dass Digitalisierung und vereinfachte Förderverfahren die Bürokratie bei Wohnungsbauförderungen abbauen könnten. Gleichzeitig finden einkommensschwächere und mittlere Haushalte im Land kaum noch bezahlbare Wohnungen.
Der Druck auf die Politik wächst vor der Landtagswahl am 22. März, bei der die amtierende SPD-Grünen-FDP-Koalition mit der Forderung nach Lösungen für die Wohnungsnot konfrontiert wird.
Angesichts weiter steigender Baukosten und rückläufiger Neubauzahlen muss die künftige Landesregierung zügig handeln. Branchenvertreter fordern: Beschleunigte Genehmigungen, sinkende Kosten und bessere Förderung seien entscheidend, um die Wohnungsengpässe für die Bürger zu entschärfen.






