27 April 2026, 14:26

Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde und löst Debatte aus

Offenes Buch mit einer Illustration eines Schafs, das in einem bewaldeten Gebiet grast, neben Text mit der Überschrift "Die Geschichte des Schafs".

Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde und löst Debatte aus

Schafzucht in Urnshausen, Thüringen, nach verheerendem Angriff in Sorge

Ein Schafbetrieb in Urnshausen, Thüringen, wurde am Wochenende Opfer eines verheerenden Angriffs. Der Oberhirte Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und mehrere schwer verletzte Tiere. Die Familie vermutet, dass Wölfe für den Vorfall verantwortlich sind – und löst damit bei örtlichen Viehhaltern neue Besorgnis aus.

Der Angriff ereignete sich vermutlich in den frühen Morgenstunden des Sonntags. Als Specht seine Herde kontrollierte, fand er sechs tote Schafe und zwei weitere mit schweren Bisswunden vor. Sechs weitere Tiere überlebten, mussten jedoch dringend tierärztlich versorgt werden.

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Die Art der Verletzungen und Spuren auf der Weide lassen die Familie Specht darauf schließen, dass Wölfe die Angreifer waren. Sie erstatteten Anzeige beim Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer beim dortigen Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse. Behörden entnahmen Proben, um den Wolfsbiss zweifelsfrei nachzuweisen.

Die Familie geht zudem von mehreren Tieren aus, angesichts des Ausmaßes der Schäden. Jedes verlorene Schaf steht für Jahre der Zucht und Pflege – ein schwerer wirtschaftlicher Schlag für die Schafhalter. Doch über die finanziellen Verluste hinaus betonten sie die Bedeutung ihrer Arbeit für die Erhaltung der offenen Kulturlandschaft der Rhön durch extensive Beweidung.

Der Vorfall befeuert erneut die Forderungen Thüringer Landwirte nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit Wölfen, die Nutztiere bedrohen.

Die Behörden werten nun die Beweise aus, um den Angriff zu bestätigen. Sollte sich der Verdacht erhärten, würde der Fall den Druck auf stärkere Schutzmaßnahmen gegen Wolfsrisse erhöhen. Für die Familie Specht bedeuten die Verluste nicht nur wirtschaftliche Not, sondern auch einen Rückschlag für ihre langjährige Schafzucht-Tradition.

Quelle