Zollfahnder stoppen Motoryacht in Kiel wegen illegalem Rotdiesel an Bord
Hildegund LachmannZollfahnder stoppen Motoryacht in Kiel wegen illegalem Rotdiesel an Bord
Zollbeamte im Kieler Hafen decken Steuerhinterziehung mit Motoryacht auf
Am 3. März entdeckten Zollfahnder im Kieler Hafen einen Fall von Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit einer Motoryacht.
Der Vorfall ereignete sich, als ein 39-jähriger deutscher Skipper das Boot im Auftrag einer Firma nach Südeuropa überführen wollte. Die Behörden stellten rot eingefärbten Diesel fest, der ausschließlich für bestimmte Zwecke vorgesehen ist und in Freizeitbooten verboten ist. Sofort wurde eine Energiesteuernachzahlung in Höhe von etwa 4.857 Euro fällig, die der Skipper noch vor Ort beglich.
Der Kraftstoff durfte nur so lange an Bord bleiben, bis das Schiff deutsche Gewässer verlassen hatte. Bisher waren in deutschen Häfen keine weiteren Fälle illegalen Rotdiesels dokumentiert worden. Mit Beginn der Bootssaison haben die Zollbehörden nun verschärfte Kontrollen bei Yachten und Freizeitbooten angekündigt.
Der rote Farbstoff im Kraftstoff macht den missbräuchlichen Einsatz bei Inspektionen leicht erkennbar. Steuerbegünstigter Diesel unterliegt zwar geringeren Abgaben, darf nach deutschem Recht aber weder in privaten noch in gewerblichen Motoryachten verwendet werden. Der aktuelle Fall stellt die erste dokumentierte Zuwiderhandlung dieser Regel im Jahr 2026 dar.
Nach Begleichung der Steuernachzahlung durfte das Boot seine Fahrt fortsetzen. Die Zollbehörden warnten, dass künftig gezielt Freizeitboote überprüft werden, um ähnliche Verstöße zu verhindern. Der Vorfall unterstreicht die verschärfte Durchsetzung der Kraftstoffvorschriften zu Beginn der Bootssaison.






