Zwei Schülerinnen kämpfen für den Erhalt des Flexo-Busdienstes in Salzgitter
George BenthinZwei Schülerinnen kämpfen für den Erhalt des Flexo-Busdienstes in Salzgitter
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen um den Erhalt des On-Demand-Busdienstes Flexo. Das Angebot, das unter anderem Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient, steht vor einer ungewissen Zukunft, da die Finanzierung Ende 2026 ausläuft. Ohne Gegenmaßnahmen müssen die Kommunen die Kosten übernehmen oder riskieren, den Service komplett zu verlieren.
Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, beide Schülerinnen in Salzgitter-Thiede, haben eine Kampagne gestartet, um Flexo zu retten. Sie haben sich an den Betriebsrat der Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) gewandt, Flyer verteilt und eine Online-Petition ins Leben gerufen, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hat. Ihre Initiative führte zudem zu einem Gespräch mit Christian Striese, dem Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost, das neue Unterstützungsmöglichkeiten eröffnete.
Ursprünglich wurde Flexo mit regionalen Fördermitteln eingerichtet: Der Regionalverband Braunschweig übernahm bis 2026 die Hälfte der Kosten. Danach müssen die Kommunen den Service selbst finanzieren. Während einige Gebiete bereits langfristige Lösungen gefunden haben – der Landkreis Gifhorn bis 2033 und Baddeckenstedt bis 2031 – hängt die Zukunft von Flexo in Salzgitter von lokalen politischen Entscheidungen ab.
Die Schülerinnen erhöhen nun den Druck, denn die Frist bis 2027 rückt näher. Wird keine Finanzierung vereinbart, könnte der Service eingestellt werden – und die Bewohner würden diese flexible Verkehrsoption verlieren.
Die Kampagne von Hickorkmaz und Isbir hat die Finanzkrise von Flexo in den Fokus gerückt. Nun müssen die lokalen Verantwortlichen entscheiden, ob sie nach 2026 Mittel für den Service bereitstellen. Das Ergebnis wird zeigen, ob Flexo in Salzgitter überlebt oder ob die Stadt dem Beispiel anderer Regionen folgt, die die Zukunft des Angebots bereits gesichert haben.






