1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 baut Mobilfunknetz rasant aus – und dementiert Verkaufspläne
1&1 baut Mobilfunknetz schneller aus als geplant – und widerlegt Verkaufsgerüchte
1&1 hat sein Mobilfunknetz schneller ausgebaut als erwartet und wird bis Ende 2025 voraussichtlich 27 Prozent der deutschen Haushalte abdecken – mehr als die von den Regulierungsbehörden gesetzte Zielmarke von 25 Prozent. Gleichzeitig wies Unternehmensgründer Ralph Dommermuth Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens entschieden zurück.
Als vierter Mobilfunkanbieter in Deutschland hat 1&1 den Markt aufgemischt: Die Preise für Verbraucher sind gesunken, während das Unternehmen gleichzeitig seine Kundenzahlen steigern konnte.
Das Unternehmen startete 2023 als vierter Netzbetreiber in Deutschland. Bis Anfang 2026 hatte es seinen Marktanteil von unter 2 Prozent auf etwa 5 bis 6 Prozent ausgebaut. Treiber dieses Wachstums waren vor allem wettbewerbsfähige Preise. Dennoch dominieren weiterhin Deutsche Telekom (rund 33 Prozent), Vodafone (29 Prozent) und Telefónica O2 (25 Prozent) den Markt.
Bis Ende 2026 strebt 1&1 eine Abdeckung von 35 Prozent der deutschen Haushalte an. Dommermuth betont dabei die Bedeutung von niedrigen Frequenzbändern für eine zuverlässige Innenraumversorgung. Gleichzeitig kritisierte er die Entscheidung der Bundesnetzagentur, diese Frequenzen an die etablierten Anbieter zu verlängern – eine Praxis, die er als rechtswidrig bezeichnet. Ein entsprechender Rechtsstreit läuft noch.
Trotz der Spannungen zeigt sich Dommermuth in bestimmten Bereichen kooperationsbereit. So könnte es etwa zu einer gemeinsamen Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Regionen kommen. Verkaufsgerüchte wies er hingegen wiederholt zurück und bekräftigte, dass das Netzprojekt unter seiner Führung weitergeführt werde.
Mit dem Markteintritt von 1&1 hat der Wettbewerb im deutschen Mobilfunkmarkt an Fahrt aufgenommen. Verbraucher profitieren von sinkenden Preisen, während das Unternehmen seine Expansionspläne vorantreibt. Regulatorische Auseinandersetzungen und mögliche Kooperationen werden die nächsten Schritte des Unternehmens prägen.






