28 December 2025, 20:32

500 Jahre Bauernkrieg: Wie Kaufbeuren und das Ostallgäu 2025 der *Furter Chronik* neues Leben einhauchten

Ein historisches Schild mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.

500 Jahre Bauernkrieg: Wie Kaufbeuren und das Ostallgäu 2025 der *Furter Chronik* neues Leben einhauchten

Im Jahr 2025 beging die Region Ostallgäu den 500. Jahrestag des Bauernkriegs. Im Laufe des Jahres fanden in und um Kaufbeuren zahlreiche Veranstaltungen und Gedenkfeiern statt, die an die Aufstände von 1525 erinnerten. Den Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen bildete die Präsentation einer deutschen Übersetzung der Furter Chronik.

Die Jubiläumsinitiative wurde von der Kreisheimatpflegerin Rita Nett und Josef Freuding organisiert, der die mit der ehemaligen Abtei Irsee verbundenen klösterlichen Gemeinschaften vertritt. Durch ihr Engagement entstanden historische Ausstellungen, Führungen und öffentliche Diskussionsrunden in der gesamten Region.

Zum Abschluss des Gedenkjahres stellte der Übersetzer Hans-Martin Eberle in Irsee eine neue deutsche Fassung der Furter Chronik vor. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung des Dokuments für das Verständnis des Bauernkriegs und dessen Auswirkungen auf die lokale Geschichte. Zudem wurden an verschiedenen Orten in und um Kaufbeuren Gedenktafeln errichtet. Diese Erinnerungszeichen halten die Unruhen von vor fünf Jahrhunderten präsent und sorgen dafür, dass die Ereignisse im öffentlichen Bewusstsein bleiben.

Die Gedenkveranstaltungen boten einen detaillierten Einblick in die Aufstände von 1525 – gestützt auf historische Quellen und die aktive Einbindung der Bevölkerung. Die neu übersetzte Furter Chronik macht diese Phase der Regionalgeschichte nun einem breiteren Publikum zugänglich. Ziel der Initiatoren war es, das Erbe des Bauernkriegs für kommende Generationen zu bewahren.