800.000 Euro verloren: Krypto-Betrüger täuschen Wormser Mann monatelang
Hans-Werner HövelInternetbetrüger erleichtern Mann um geschätzte 800.000 Euro - 800.000 Euro verloren: Krypto-Betrüger täuschen Wormser Mann monatelang
Die Polizei in Worms ermittelt in einem großen Kryptowährungsbetrug, nachdem ein Mann schätzungsweise 800.000 Euro verloren hat. Der Betrug begann mit einem Telefonanruf Ende August oder Anfang September 2024, bei dem sich Kriminelle als Anlageexperten ausgaben. Das Opfer erstattete die Anzeige jedoch erst am 23. Dezember 2025 – lange nach der Tat.
Die Betrüger hatten den Mann zunächst telefonisch kontaktiert und ihm unrealistisch hohe Renditen durch angeblich günstige Kryptowährungskurse versprochen. Später wechselten sie zu Messengerdiensten, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten.
Um an sein Geld zu gelangen, überredeten die Täter das Opfer, eine Fernwartungssoftware zu installieren. Dadurch erhielten sie direkten Zugriff auf sein Online-Banking. Obwohl der Mann Zahlungen leistete, erhielt er keine Gegenleistung und sah sich ständigen Forderungen nach weiteren Überweisungen ausgesetzt. Auszahlungen blieben aus, und der Betrug zog sich über Monate hin, bevor er gemeldet wurde.
Die Kriminalpolizei Worms warnt die Bevölkerung vor ähnlichen Anlagebetrugsmaschen und ruft alle auf, die angesprochen wurden oder bereits Geld überwiesen haben, sich umgehend bei ihr zu melden. Die Ermittlungen laufen noch; die Behörden konzentrieren sich auf professionelle Betrügerbanden. Bisher wurden keine Verdächtigen namentlich genannt.
Der Fall zeigt die Gefahren von unerbetenen Anlageangeboten, insbesondere solchen mit vermeintlich hohen Renditeversprechen. Die Polizei betont, dass sich Opfer schnell melden sollten, um weitere Verluste zu verhindern. Zeugen oder Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich unverzüglich an die Kriminalpolizei Worms zu wenden.