AfD dominiert Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland
Hans-Werner HövelAfD dominiert Umfragen, scheitert aber bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland
Die rechtspopulistische AfD liegt vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland in Umfragen vorn. In Sachsen-Anhalt kommt die Partei auf 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 36 Prozent Zustimmung. Doch trotz ihrer starken Umfragewerte fällt es der AfD schwer, diese Popularität in lokale Wahlerfolge umzumünzen.
In diesem Jahr gewann die AfD in Ostdeutschland lediglich zwei Bürgermeister- oder Kreistagswahlen: André Barth setzte sich in Altenberg (Sachsen) durch, René Stadtkewitz in Zehdenick (Brandenburg). Bei 26 solchen Wahlen in der Region verlor die Partei jedoch 24 Mal.
Im Landkreis Uckermark verteidigte die CDU-Politikerin Karina Dörk ihr Kreistagsmandat erfolgreich gegen den AfD-Herausforderer Felix Teichner. Im Wahlkampf bezeichnete Dörk Debatten über eine „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung und nannte sie „Scheindiskussionen“. Teichner, AfD-Abgeordneter, inszenierte sich dagegen als bürgerlich und zugänglich – er spielte sogar Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader am Klavier.
Bundesweit liegt die AfD in Umfragen mittlerweile zwei bis drei Punkte vor der Union. Studien zeigen aber, dass nur ein kleiner Teil der Wähler, die CDU oder CSU verlassen haben, zur AfD gewechselt ist. Ein größerer Anteil will stattdessen nicht wählen oder linksgerichtete Parteien unterstützen.
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Die Umfragewerte der AfD bleiben zwar hoch, doch ihre Bilanz bei Kommunalwahlen erzählt eine andere Geschichte. Mit nur zwei Siegen bei 26 Wahlen in diesem Jahr zeigt sich, wie begrenzt die Fähigkeit der Partei ist, Zustimmung in politische Ämter umzuwandeln. Gleichzeitig halten traditionelle Parteien wie die CDU in einigen Regionen weiterhin Schlüsselpositionen.







