13 January 2026, 04:14

AfD gründet heimlich neuen Jugendverband Generation Germany in MV

Eine Gruppe von Männern in deutschen Weltkriegs-Militäruniformen steht in einer Reihe vor einem Gebäude mit Fenstern, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.

AfD-Jugendverband in MV gegründet - 120 Mitglieder - AfD gründet heimlich neuen Jugendverband Generation Germany in MV

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern von Generation Germany, der Jugendorganisation der rechtspopulistischen AfD, ist am vergangenen Wochenende still und ohne öffentliche Ankündigung gegründet worden. Die konstituierende Sitzung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf der Insel Rügen statt – nur sechs Wochen nach der bundesweiten Gründung der Organisation.

Laut dem Landesvorsitzenden der AfD, Leif-Erik Holm, zählt der neue Verband bereits 120 Mitglieder. Den Vorsitz hat Alexander Tschich übernommen, der als politischer Berater der AfD-Fraktion im Schweriner Landtag tätig ist. Er behauptet, es handele sich um den mitgliederstärksten Landesverband der Organisation in Ostdeutschland.

Anders als ihr Vorgänger, die Junge Alternative, ist Generation Germany fest in die Parteistrukturen der AfD eingebunden. Die Junge Alternative hatte sich als eigenständige Organisation mit nur lockeren Verbindungen zur Partei betrieben; eine AfD-Mitgliedschaft war für ihre Anhänger nicht zwingend. Nach wiederholten Vorfällen, die dem Image der AfD schadeten, brach die Partei Anfang 2025 die Beziehungen ab und die Gruppe löste sich auf.

Während die bundesweite Gründung in Gießen von Kontroversen begleitet wurde, verlief der Start in Mecklenburg-Vorpommern unauffällig: Weder Termin noch Ort der Veranstaltung waren vorher bekannt gegeben worden, und die Sitzung selbst blieb nicht öffentlich.

Die neue Jugendorganisation untersteht nun einer strengeren Parteikontrolle als ihr Vorgänger. Mit 120 Mitgliedern ist sie der größte AfD-Landesverband in Ostdeutschland. Die Neugründung spiegelt die Bemühungen der Partei wider, ihre Jugendarbeit nach früheren Rückschlägen neu zu strukturieren.