Aiwanger will Freie Wähler mit CSU-Kooperation bundesweit stärken
Hildegund LachmannAiwanger will Freie Wähler mit CSU-Kooperation bundesweit stärken
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, hat eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) gefordert. Er ist überzeugt, dass ein stärkeres Bündnis seiner Partei den Weg zu bundesweitem Erfolg ebnen könnte. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Bildung einer solchen Partnerschaft keine einfache Aufgabe wäre.
Aiwanger argumentierte, dass liberal-konservative Wähler in Deutschland und Bayern eine klare politische Alternative benötigten. Er schlug ein Modell vor, in dem die Parteien ihre Eigenständigkeit bewahren, aber in zentralen Fragen zusammenarbeiten. Sein Ansatz ziele darauf ab, "getrennt zu marschieren, aber gemeinsam zuzuschlagen".
Die Freien Wähler streben an, in allen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Aiwanger sieht in einer engeren Anbindung an die Union (CDU/CSU) einen möglichen Weg, dieses Ziel zu erreichen. Bisher habe die Union seiner Partei jedoch "eine kalte Schulter gezeigt", so der Politiker.
Trotzdem bleibt Aiwanger zuversichtlich, was die Zukunft seiner Partei angeht. Er betonte, dass die Freien Wähler auch ohne unmittelbare Unterstützung der Union weiter wachsen müssten. Zudem deutete er an, dass die Linksverschiebung der etablierten Politik immer mehr Wähler in Richtung kleinerer Parteien treibe.
Aiwangers Strategie basiert auf zwei Säulen: dem Ausbau der eigenständigen Stärke der Freien Wähler und der Suche nach Kooperation mit der CSU. Ob die Partei bei den kommenden Wahlen durch Bündnisse oder aus eigener Kraft punkten kann, wird über ihren Erfolg entscheiden. Die Reaktion der Union bleibt vorerst abwartend.






