Wärmewende in Großstädten: Frist verlängert, doch Kritik bleibt laut
Birgitt OttoWärmewende in Großstädten: Frist verlängert, doch Kritik bleibt laut
Große deutsche Städte haben mehr Zeit erhalten, um ihre Pläne für die Wärmewende vorzulegen. Die Bundesregierung hatte ursprünglich eine Frist bis Juli gesetzt, doch das Bundeswirtschaftsministerium verlängerte diese um vier Monate. Unterdessen hat der Deutsche Städtetag Bedenken an der Umsetzung des neuen Heizungsgesetzes durch die Regierung geäußert.
Ursprünglich hatte die Bundesregierung von Großstädten verlangt, ihre Strategien für die Wärmewende bis Ende Juli vorzulegen. Da viele Kommunen ihre Konzepte noch immer finalisieren, gewährten die Behörden eine Fristverlängerung bis Ende November.
Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetags, kritisierte die verzögerte Klarheit beim Heizungsgesetz. Er betonte, dass Städte und Energieversorger verlässliche Planungsgrundlagen benötigten, um auf nachhaltige Wärmesysteme umzustellen. Ohne diese drohe, so seine Warnung, die finanzielle Last des Umstiegs zu stark auf Kommunen und Energieunternehmen abgewälzt zu werden.
Schuchardt forderte zudem eine bessere Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Er schlug vor, den Deutschlandfonds – ein Bundesinvestitionsprogramm – stärker an die Ziele der Wärmewende zu knüpfen. Zudem rief er die Länder auf, mehr Verantwortung für das Risikomanagement in ihren Regionen zu übernehmen.
Die Städte haben nun bis November Zeit, ihre Wärmepläne fertigzustellen. Die Fristverlängerung soll den Druck mindern, doch Sorgen über Finanzierung und Koordination bleiben bestehen. Schuchardts Aussagen unterstreichen die Notwendigkeit klarerer Vorgaben und einer geteilten finanziellen Verantwortung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.






