09 May 2026, 04:16

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits wertvollen Beitrag

Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von erklärendem Text und Diagrammen.

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: Syrer leisten bereits wertvollen Beitrag

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern

Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei Menschen, die bereits einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisteten, argumentierte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Initiative „Neuanfang für Syrien“.

Bei dem Treffen betonten Teilnehmer ihre langjährigen Bemühungen sowohl beim Wiederaufbau in Syrien als auch bei der Integration in Deutschland. Viele Syrer engagierten sich aktiv für den Wiederaufbau ihrer Heimat, während sie gleichzeitig ihr Leben in Deutschland aufbauten. Alabali-Radovan unterstrich, dass diese Menschen bereits heute wichtige Beiträge leisteten.

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Die Ministerin zeigte sich verärgert über Forderungen, Syrer müssten „endlich“ beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Tatsächlich seien ihre Anstrengungen seit Langem erfolgreich im Gange. Statt Zwangsrückführungen zu fordern, plädierte sie dafür, das Know-how der deutsch-syrischen Diaspora stärker in Entwicklungsprojekte einzubinden.

Zudem warnte Alabali-Radovan, dass wiederholte Abschiebedebatten die erzielten Fortschritte gefährdeten. Ihr Fokus liege darauf, die Zusammenarbeit zu stärken – nicht darauf, unter Druck Rückführungen voranzutreiben. Die Äußerungen der Ministerin unterstreichen die bestehende Rolle von Syrern beim Wiederaufbau und bei der Integration. Sie fordert eine Politik, die auf ihren Fähigkeiten aufbaut, statt ihr Leben zu destabilisieren. Die Diskussion über Zwangsrückkehr hält zwar an, doch ihre Position setzt auf Stabilität und Kooperation.

Quelle