17 June 2026, 18:12

Albaniens umstrittenes Milliardenprojekt: Luxusresort bedroht geschütztes Flamingo-Paradies

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Albaniens umstrittenes Milliardenprojekt: Luxusresort bedroht geschütztes Flamingo-Paradies

Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, hat einem Unternehmen mit Verbindungen zu Jared Kushner einen Sonderstatus für Investitionen gewährt. Damit ebnet die Regierung den Weg für den Bau eines Milliardenprojekts – eines Luxusressorts auf einer geschützten Insel. Die Entscheidung löste landesweite Proteste aus, die als „Flamingo-Revolution“ bekannt wurden.

Das Vjosa-Narta-Delta, Heimat seltener Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten, wurde 2023 zu Europas erstem Nationalpark für Wildflüsse erklärt. Trotz dieses Schutzstatus verlieh die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Titel eines „strategischen Investors“. Berichten zufolge wurden damit Steuern, Ausschreibungen und Umweltprüfungen für das Projekt umgangen.

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Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, präsentierte die Pläne für das Resort erst nach Trumps gescheiterter Wiederwahl 2024. Seine Investmentfirma Affinity Partners war ursprünglich gegründet worden, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten zu stärken. Unterdessen warf Rama dem Iran vor, die Proteste zu schüren – Tehran werde für „Cyberterrorismus“ und Feindseligkeit gegenüber der Freiheit verantwortlich gemacht.

Albanien, ein mehrheitlich muslimisches, aber säkulares Land, ist als proamerikanisches NATO-Mitglied bestrebt, seinen Wert für westliche Verbündete unter Beweis zu stellen. Das Land beherbergt zudem Tausende Mitglieder der Volksmudschaheddin (MEK), einer iranischen Exilgruppe, die sich gegen die Regierung in Teheran stellt. Die EU erkennt die MEK jedoch nicht als legitime politische Kraft an.

Trotz des Widerstands haben die Bauarbeiten für das Resort bereits begonnen. Das Projekt unterstreicht Albaniens Drang nach ausländischen Investitionen – und die komplexen Beziehungen des Landes zu globalen Mächten. Umweltbedenken und politische Spannungen begleiten die Entwicklung weiter.

Quelle